Genial daneben | 22.08.2016 (editiert am 25.08.2016)

Die Erträge öffentlicher Pensionsfonds brechen ein

Staatliche Pensionsfonds geraten unter Druck. Die Renditen sinken. Nun stellt man fest, dass das mit dem Zurücklegen von Geld nicht so einfach ist und schon bricht Panik aus. Was läuft da falsch?

Wissen Sie, was ein staatlicher Pensionsfonds ist? Wenn nicht, ist das eine entscheidende Wissenslücke. Weil nämlich staatliche Pensionsfonds die genialste menschliche Idee seit der Erfindung des Rades sind. Besonders anfällig für diese grandiose Idee sind solche deutschen Landesregierungen, die ihren geistigen Horizont freiwillig dadurch beschränken, dass sie die schwäbische Hausfrau zu ihrem wichtigsten ökonomischen Ratgeber machen. Ein Brett vor dem Kopf reicht da nicht, da müssen schon ganz dicke Balken her.

„In den Fonds der Länder“, so die Süddeutsche Zeitung (hier) mit größtem bayrischem Bierernst, „wird Geld zurückgelegt, das für die Auszahlung von Beamtenpensionen verwendet werden soll.“ Nur, wohin wird das Geld eigentlich „zurückgelegt“? Gibt es eine irgendwie automatische Geldvermehrung, wenn man das Geld nur ordentlich „zurücklegt“? Nun stellt man fest, dass das mit dem Zurücklegen nicht so einfach ist und schon bricht Panik aus.

Und wer, bitte schön, ist jetzt so dreist, sich an den Pensionen unserer Landesbeamten zu vergreifen? Wer reduziert die Erträge des zurückgelegten Geldes derart, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden