Ökologie | 19.08.2016 (editiert am 23.08.2016)

Ein Plädoyer für kritische Fragen – nicht nur zur Energiewende

Die deutsche Energiewende ist in aller Munde, aber eine sachgerechte Diskussion dazu fällt allen Seiten offenbar schwer. Wo die einen euphorisch von den Erfolgen bei der raschen Einführung erneuerbarer Energien schwärmen, sind die anderen entsetzt über die hohen Kosten bei mäßigem Erfolg in Sachen Einsparung fossiler Energieträger. Wir wollen in dieser Diskussion alle Seiten zu Wort kommen lassen.

Vorbemerkung von Heiner Flassbeck

In der Diskussion über die Energiewende in Deutschland gibt es mindestens drei Fraktionen. Erstens, diejenigen, die versuchen, das Tempo der Energiewende deutlich zu verlangsamen und die Art und Weise, wie neue Energien gefördert werden, zu reformieren. Dazu gehört die Bundesregierung, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit dem Ziel reformiert hat, mehr wettbewerbliche Elemente einzuführen, um die staatlichen Subventionen zu reduzieren.

Das wird von Energieökonomen kritisiert, die befürchten, dass die Einführung von wettbewerblichen Elementen (wie Ausschreibungen) den Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen würde. Sie wollen die bisherige Förderung beibehalten, also feste, im Gesetz garantierten Vergütungssätze für Strom aus Erzeugungsanlagen erneuerbarer Energien über einen ebenso garantierten Zeitraum bei vorrangiger Netzeinspeisung. Diese Fraktion will ineffiziente Kohlekraftwerke, die die Klimaziele gefährden, abschalten, weil sie die Netze verstopfen, den Strompreis an der Börse senken und damit die EEG-Umlage erhöhen. [...]

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