Bilderrahmen
Theorie | 26.08.2016 (editiert am 02.09.2016)

Frames: Das Versäumnis der Progressiven

Fakten und rationale Argumente genügen nicht. Die öffentliche Meinung wird geprägt durch Frames und Metaphern, die eine bestimmte Realität in den Köpfen schaffen. Wer eine politische und wirtschaftliche Gegenrealität herausbilden will, braucht auch progressive Frames.

Rationales Argumentieren ist eine wundervolle Errungenschaft. Der Austausch von Argumenten und Gegenargumenten, der sich seiner Voraussetzungen bewusst ist, Voraussetzungen hinterfragen kann, falsche Schlussfolgerungen erkennt und dazu in der Lage ist, zu neuen zu gelangen, ist nicht nur ein unverzichtbares Werkzeug in der Wissenschaft, sondern dient auch im Alltag als nützliches Mittel der Problemlösung und des Umgangs miteinander. Diese Herangehensweise an die Welt, die aus der Aufklärung heraus zur Grundlage der politischen und gesellschaftlichen Ordnung werden sollte, hat jedoch ein großes Manko: Sie ist ein Ideal geblieben. Und allein am Beispiel des EU-Krisenmanagements drängt sich einem doch immer mehr der Ausdruck „Utopie“ auf.

Denken – Ein missverstandenes Phänomen

Dass rationales Argumentieren zwar ein erstrebenswertes Werkzeug ist, jedoch gerade in Hinblick auf veröffentlichte und öffentliche Meinung nicht auf die erhoffte Wirkung stößt, hat natürlich seine Gründe. Neben den zahlreichen machtpolitischen Gegebenheiten sind diese dabei auch im menschlichen Denken selbst zu finden, wie Kognitionsforscherinnen und -forscher bezeugen können. Unter ihnen ist George Lakoff einer, [...]

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