Rentner auf Surfbrett
Soziales | 26.08.2016 (editiert am 31.08.2016)

Rente mit 69: Bekloppte Idee oder notwendiger Schritt?

Schon wieder eine Rentendebatte. Rente mit 69 ist nun an der Reihe und wieder werden argumentativ alle Register gezogen, um eine ehrliche Diskussion über die Rentenbeiträge zu verhindern. Vorneweg das Medium, das uns „komplexe Zusammenhänge genau erklären“ will.

Dieser Tage hat ein „Exkurs“ der Deutschen Bundesbank (hier) Aufmerksamkeit erregt, der dafür eintritt, über ein Renteneintrittsalter von 69 Jahren nachzudenken, weil sonst über 2030 hinaus die Rente nicht sicher sei. Das hat sofort den Bundeswirtschaftsminister auf den Plan gerufen, der das „eine bekloppte Idee“ nannte (hier). Da hat er sicherlich Recht, obwohl man sich erinnert, dass es einer seiner Vorgänger war (der mit den kurzen Sätzen), der das Prinzip dieser Idee, die Rente mit 67, mit Gewalt durchgedrückt hat.

So eine Kontroverse ruft natürlich unseren Qualitätsjournalismus in Form von Spiegel-Online auf den Plan, der gleich ein Erklärstück dazu macht, denn der eigene Anspruch (siehe den Ausriss aus der Eigenwerbung) ist es ja, komplexe Zusammenhänge „genau zu erklären“.

20160826_HF01_Abb1

Die „genaue Erklärung“ besteht allerdings überwiegend darin, dass man einen konservativen Rentenexperten, nämlich Professor Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden