Afrika | 30.09.2016 (editiert am 03.10.2016)

Das Chaos in Libyen

In Libyen herrscht Chaos und die westliche Welt schaut weg. Nach dem Sturz Gadhafis ist es nicht gelungen, eine funktionierende Regierung zu installieren. Stattdessen kämpfen noch immer unterschiedliche Gruppierungen um Macht, Einfluss und Öl.

Wenig berichten unsere Medien über die tägliche Gewalt in dem durch den Sturz Gadhafis zerstörten Land, allenfalls werden die Flüchtlinge thematisiert, die von dort aus versuchen, nach Europa zu gelangen – jüngst waren es 6.500 an einem einzigen Tag. Dass in dem nordafrikanischen Land unzählige Milizen, aber auch Stämme und Volksgruppen gegeneinander kämpfen, dass islamistische Terrorbanden wie der „Islamische Staat“, die Nusra-Front, Ansar esh-Sharia, al Qa’eda im Islamischen Maghreb und viele andere dort fest implantiert sind, dass sie mit Anschlägen Tunesien destabilisieren und Algerien bedrohen, dass diese Gewaltakteure Teil des seit der französischen Militärintervention (2013) immer undurchsichtiger werdenden Konflikts in Mali sind, an dem auch die Bundeswehr mit wachsendem Kontingent beteiligt ist, all dies scheint in der Berichterstattung kaum eine Rolle zu spielen.  Dass inzwischen die USA Ziele in Libyen angreifen, dass militärische Spezialeinheiten Frankreichs im Lande unterwegs sind – von den zahlreichen sich dort tummelnden privaten militärischen Unternehmen ganz abgesehen – ist für unsere Medien offensichtlich kein Thema.

Vom italienischen Kolonialismus zum Sturz Gadhafis

Die italienische Kolonisation Libyens begann 1911.   [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume. Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Anmelden