Holzhammer
Genial daneben | 22.09.2016 (editiert am 27.09.2016)

Der Bundesbankpräsident mit dem Holzhammer

In einem Interview beklagt Bundesbankpräsident Jens Weidmann, Europa habe an Strahlkraft verloren. Es müsse nun eine Insolvenzordnung für Staaten schaffen und brauche einen neue technokratische Institution zur Überwachung der Haushaltsregeln. Man fragt sich, wer eigentlich die Technokraten waren, die für das europäische Desaster verantwortlich sind.

Von der ZEIT wird er (hier) aus dem Interview mit verschiedenen europäischen Zeitungen mit den folgenden Aussagen zitiert:

„Für viele Bürger habe Europa an Strahlkraft verloren und sei zur Projektionsfläche für die ‚Schattenseiten von Globalisierung und Migration‘ geworden.“

Konkret schlägt Weidmann offenbar eine Insolvenzordnung für Staaten und eine unabhängige Behörde vor, die die Einhaltung der Haushaltsregeln strikter überwache, als es die EU-Kommission derzeit tue.

Das ist grandios daneben, weil man von den wirklichen Problemen Europas offensichtlich nicht weiter entfernt sein kann, als wenn man  als „politischer Beamter“ ohne wirkliche geldpolitische Verantwortung in der Zentrale der Bundesbank in Frankfurt sitzt.

Von Weidmann persönlich zurückgepfiffen

Warum Europa an Strahlkraft verloren hat, darf man sicher in der Zentrale der Bundesbank nicht einmal zu denken wagen, geschweige denn, dass man über die Ursachen laut sprechen dürfte. Wer hat denn die Bundesregierungen jeder Couleur darin unterstützt, [...]

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