Genial daneben | 26.09.2016 (editiert am 30.09.2016)

Neue Erhard-Preisträger

Dass FAZ-Publizisten den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik bekommen, ist sozusagen gesetzt. Dass auch Politiker ihn bekommen, die vermutlich noch nie etwas Eigenes zur Wirtschaftstheorie und -politik zu Papier gebracht haben, ist dagegen schon erstaunlich. Dass ihn Politiker bekommen, die Entscheidungen getroffen haben, die der Mehrheit der Bürger eindeutig geschadet haben, ist zumindest beachtlich. War die Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards nicht für die Mehrheit der Menschen gedacht?

Dass die Ludwig-Erhard-Stiftung einen Preis für Wirtschaftspublizistik vergibt, kann man gut nachvollziehen. Ist es doch wichtig , dass die frohe Botschaft von der fast alles allein regelnden Marktwirtschaft auch weiterhin unter die Menschen gebracht wird. Ohne weiteres verstehen kann man auch, dass dieser Preis in diesem Jahr an Holger Steltzner geht, Herausgeber der FAZ und sozusagen der Lieblingsökonom von Makroskop (hier, hier und hier, um nur wenige Beispiele zu geben).

Vollkommen in Ordnung ist auch, dass Wolfgang Schäuble die Laudatio auf Steltzner hält, sind sie doch Brüder im Geiste; jederzeit der Mikroökonomie à la Schwäbische Hausfrau verpflichtet und ohne jede Idee davon, dass es noch andere Zusammenhänge geben könnte, die sich der schwäbischen Logik entziehen.

Doch dann, unser Auge vibriert, [...]

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