Genial daneben | 31.10.2016 (editiert am 01.11.2016)

Bloß keine chinesischen Investoren

China mutiert zum Lieblingsfeind der Deutschen. Nach den Stahlimporten geht es jetzt gegen die „gelbe Gefahr“, die sich aus chinesischen Firmenkäufen ergibt. Der deutsche Merkantilismus soll schon genetisch nachweisbar sein.

Man muss sich nicht die unerträgliche Suada eines ausgemachten Chinesenfeindes wie Günther Oettinger anhören (hier z. B.), um zu erkennen, dass Deutschland im Umgang mit dem Reich der Mitte von einer Phobie besessen ist, die ihresgleichen sucht. Auch in der „Chefsache“ des Managermagazins wird die Gefahr beschworen (hier), dass China nun in großen Mengen deutsche Unternehmen aufkauft und dann – ja, was dann?

Dann ist Deutschland „überfremdet“, dann wird deutsches Volksvermögen verschleudert, dann sind deutsche Arbeitsplätze in Gefahr. Immer wenn es um China geht, verliert der Deutsche jedes Maß. Zuerst waren es die Stahlimporte (hier von uns besprochen), jetzt sind es die Direktinvestitionen. Selbst da, wo die Argumentation noch relativ sachlich bleibt (wie hier), wird die Hauptsache einfach vergessen (auch in der FT hier).

Die Hauptsache ist nämlich, dass kein Land der Welt in den vergangenen zwanzig Jahren mehr ausländische Firmen ins Land gelassen hat als China (wahrscheinlich mehr, [...]

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