Theorie | 14.10.2016 (editiert am 01.11.2016)

Was ist eigentlich Geld? – 5

Giroguthaben werden von vielen als Forderungen auf Geld erachtet. Nach den bislang entwickelten Charakteristika von Geld aber, sind Giroguthaben eindeutig als Geld zu qualifizieren. Allerdings sind Emittenten von Giralgeld nicht nur Geschäftsbanken, sondern auch der Staat.

Geld habe ich als ein Zahlungsmittel bestimmt, das es seinem Inhaber erlaubt, sowohl Geldschulden gegenüber dem Staat als auch gegenüber Unternehmen und Haushalten zu begleichen.

Mit Bargeld kann man – wenn auch nur auf Antrag – Steuern bezahlen und Bargeld erlaubt auch -wenn auch nicht ausnahmslos – Geldschulden, die sich aus dem Abschluss von kommerziellen Verträgen, wie z.B. einem Kaufvertrag, ergeben, zu begleichen. Bargeld ist daher als Geld anzusehen.

Zweifellos aber ist es so, dass heutzutage die Begleichung von Geldschulden meist durch eine Überweisung erfolgt. Wer seine Geldschulden per Überweisung begleichen will oder muss, der braucht ein entsprechendes Guthaben auf seinem Girokonto und die Überweisung führt zweifellos dazu, dass dieses Guthaben sich um den überwiesenen Betrag reduziert. Eine Zahl auf einem Girokonto scheint also einen Anspruch zu dokumentieren, damit in Höhe dieser Zahl Geldschulden begleichen zu können. Giroguthaben scheinen damit als Geld anzusehen zu sein.

Ich habe schon im letzten Artikel dieser Serie darauf hingewiesen, [...]

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