Ökologie | 19.10.2016 (editiert am 21.10.2016)

Markt-Glauben, Klima-Krise und Katastrophen-Leugnung – 3

Die in den 70er Jahren entstehende Umweltbewegung in den USA wurde von den wirtschaftlichen Eliten als Bedrohung des „Unternehmersystems“ empfunden und beschleunigte den Aufbau konservativer Think Tanks. Diese Denkpanzer machten dem Marktfundamentalismus den Weg an die politische Macht frei und deren Erfolg beruht auch auf einer Allianz mit Klimaleugnern.

Der Umschwung in den siebziger Jahren

In den USA entstand die moderne Umweltbewegung in den sechziger Jahren, – großen Einfluss hatte Rachels Carsons Bestseller „Der stumme Frühling“ (1962). Carson berichtete von den gefährlichen Auswirkungen des Einsatzes von Pestiziden, insbesondere von DDT. Ende der sechziger Jahre verschaffte der kulturelle Umbruch durch die „1968er“ dem Umweltgedanken in vielen Ländern zusätzlichen Auftrieb. 1970 wurde der erste Earth Day gefeiert und 1971 sowohl Friends of Earth als auch Greenpeace gegründet. (In Deutschland gibt es zeitgleich seit 1969 offiziell eine „Umweltpolitik“.) In den siebziger Jahren wurden die Zerstörung der Regenwälder, das neu entdeckte Ozonloch, der unsichtbare Killer Asbest und das drohende Waldsterben diskutiert. Gleichzeitig entwickelten sich eigene „Wissenschaften“, die diese Probleme leugneten. Es gab Bücher, die bestritten, dass DDT gefährlich sei, dass es ein Ozonloch gäbe oder dass es durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe verursacht sei oder dass der saure Regen negative Auswirkungen auf die Vegetation habe. [...]

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