Ökologie | 28.10.2016 (editiert am 29.10.2016)

Markt-Glauben, Klima-Krise und Katastrophen-Leugnung – 4

Das marktfundamentale Denken kann auch deshalb Allianzen mit Klimaleugnern eingehen und den herkömmlichen Prozess der Wissensproduktion durch die scientific community in Frage stellen, weil hier oft ein spezifisches Wissenskonzept vertreten wird.

Die Effizienz „des Marktes“

Dieses Konzept hat mit der Sichtweise „des Marktes“ zu tun. „Ihm“ werden überwiegend positive Aspekte zugeschrieben. In der politischen Dimension gilt „der Markt“ als Hort „der Freiheit“, in der ökonomischen wird für „den Markt“ vor allem Effizienz reklamiert. Das herkömmliche neoklassische Grundmodell (der vollkommenen Konkurrenz) zeigt die Wirtschaft – wenn sie sich im allgemeinen Gleichgewicht befindet – in einem Zustand allokativer Effizienz. Sie wird in Relation zu den Ausgangsdaten des Modells formuliert: das sind bekanntlich (1) die Präferenzen der Haushalte (festgehalten in den Präferenzordnungen), (2) die Techniken der Unternehmen (festgehalten in den Produktionsfunktionen) und (3) die vorgegebenen Bestände an „Produktionsfaktoren“. Dementsprechend wird im Modell dreierlei gesagt:

  1. Die Haushalte würden genau das konsumieren können, was ihren Gesamtnutzen maximiert. Dabei sei die Struktur der Güter, die von den Unternehmen bereitgestellt wird, perfekt an die Nutzenstruktur der Haushalte angepasst. Dieser Gleichklang wird oft als Indiz für eine „Steuerung“ der Wirtschaft durch die Konsumenten interpretiert: in einem voll entwickelten System „des Marktes“ herrscht Konsumentensouveränität: „Die Konsumenten entscheiden […] über die definitive Verwendung der Ressourcen einer Wirtschaft“,
  2. [...]

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