Arbeit | 05.10.2016 (editiert am 25.04.2018)

Sigmar Gabriels Soziale Plattformökonomie

Gabriels Wirtschaftsministerium setzt sich mit dem „Aktionsprogramm Digitalisierung“ mit den Herausforderungen der Industrie 4.0 auseinander. Doch die zentralen Fragen und Antworten bleiben aus.

Industrie 4.0, das ist Schlagwort dieses Jahrzehnts. In der Digitalisierung von Produktionsprozessen stecken gewaltige Potentiale für wirtschaftliche Produktivität. 4.0 steht dabei zu Recht für die vierte industrielle Revolution nach der Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft, dann der Massenfertigung durch Fließbänder sowie elektrischer Energie und zuletzt der Automatisierung der Produktion mithilfe von Elektronik und IT.

Eine industrielle Revolution aber hat nicht nur tiefgreifende strukturelle Umwälzungen für den technischen Produktionsprozess zur Folge, sondern auch für die Gesellschaft. Ohne zu übertreiben, dürften sich die bevorstehenden sozialen Umwälzungen mit denen der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vergleichen lassen.

Man kann ohne weiteres schon heute eine Ahnung davon bekommen, welche sozialen Herausforderungen durch eine sich im Transformationsprozess befindende Wirtschaft entstehen. Zumal nicht alle digitalen Unternehmensneugründungen und Dienstleistungen einen gesellschaftlichen Mehrwert darstellen. Das ist die Kehrseite der digitalen Ökonomie oder des Plattformkapitalismus, wie auch Sascha Lobo ihn nennt.

Radikal libertäres, hyperinnovatives und individualistisches Denken

Ein Gesicht bekommt diese Entwicklung in Form des Paypal-Gründers und Multimilliardärs Peter Thiel. Für Thiel geht es in Deutschland immer noch zu sozialdemokratisch zu. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume. Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Anmelden