Amerika | 18.11.2016

Das Investitionsprogramm von Trump – (k)ein Problem?

Einige Medien prophezeien dem zukünftigen US-Präsidenten Trump Probleme mit dem geplanten Ausbau der Infrastruktur. Es gäbe, so hört man, einfach nicht genug Bauarbeiter. Dieses Problem aber wird die Marktwirtschaft leicht in den Griff bekommen.

Donald Trump möchte in seiner Amtszeit $800-1.000 Milliarden zusätzlich ausgeben, um die Infrastruktur im Land zu modernisieren. Sofort zeigen die Medien auf Probleme – es gibt angeblich zu wenig Bauarbeiter, meldet zum Beispiel SPON unter Berufung auf CNBC (hier).

Mangel im Kapitalismus

Wer sich etwas mit der Funktionsweise des Kapitalismus oder einer Marktwirtschaft beschäftigt hat, der weiß, dass der Wettbewerb der Unternehmen untereinander dafür sorgt, dass die Arbeitnehmer durch höhere Löhne in die besonders profitablen Bereiche gelockt werden. Liegen beispielsweise die zu erwartenden Gewinne in einem Sektor deutlich über denen in anderen Sektoren, so werden die dortigen Unternehmen auch höhere Löhne bieten, damit sie weitere lukrative Aufträge auch erfüllen können.

In Deutschland sehen wir das im IT-Bereich, wo hohe Löhne die Beschäftigten in diese Branche locken sollen. Es ist also falsch, von einem Mangel zu sprechen – Knappheit ist das richtige Wort. Die Anzahl der Arbeitskräfte ist begrenzt und wer mehr einstellen möchte, der muss entsprechend hohe Löhne zahlen. [...]

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