Ökologie | 25.11.2016 (editiert am 28.11.2016)

Der Sachverständigenrat zur Energiewende

Der Sachverständigenrat zieht Bilanz und gibt einen Rat.

In seinem Jahresgutachten 2016/17 für die Bundesregierung zieht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung eine Zwischenbilanz der deutschen Energiewende. Er benennt das „übergreifende Ziel einer konsequenten und erheblichen Rückführung der Treibhausgasemissionen“, um dann zu konstatieren:

„Die Umsetzung der Energiewende war bislang nahezu gleichbedeutend mit einer Förderung von erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung durch das EEG. Wie die Gesamtschau der Ziele des Energiekonzepts und ihrer Verwirklichung in den vergangenen fünf Jahren gezeigt hat, war dieses Förderinstrument in der Tat sehr effektiv: Es hat zu einem ehedem ungeahnten Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten durch die Nutzung von Wind- und Sonnenenergie geführt. Es war aber ebenso spektakulär ineffizient, da die mit dieser Förderung verbundenen Kosten förmlich explodiert sind, ohne dass der Stromsektor einen großen Beitrag zur Einsparung von Treibhausgasemissionen geleistet hätte.“

Was der Sachverständigenrat in seinem Gutachten feststellt, lässt sich an der Entwicklung der CO2-Emissionen aus der Stromproduktion ablesen:


20161125_rl_abb01
Quelle: Umweltbundesamt


Tatsächlich sind also die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung von 1999, dem Jahr vor Inkrafttreten des EEG, bis zum Jahre 2015 lediglich um rund 2 % gesunken. [...]

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