Kommentar | 22.11.2016 (editiert am 07.12.2016)

Nutzlose Wechselkurskorrekturen?

Die Kontroverse innerhalb der Linken über den Euro geht weiter. Der Unterschied zwischen internen Abwertungen und Wechselkursanpassungen gehe gegen Null, so Klaus Busch, Axel Troost, Gesine Schwan, Frank Bsirske, Joachim Bischoff, Mechthild Schrooten und Harald Wolf. Eine Replik.

Jüngst erschien bei VSA die Streitschrift „Europa geht auch solidarisch“ (hier zu finden), in der für Reformen der Eurozone unter Beibehaltung des Euro plädiert wird (hier bereits erwähnt und teilweise besprochen). Das Kapitel 4 des Bandes adressiert begrüßenswerterweise Argumente aus dem Umfeld der internationalen „Plan B“-Initiative (in Deutschland handelt es sich dabei um die EurExit-Gruppe, siehe hier), für die sich auch einige Makroskop-Autoren wiederholt engagiert haben. Mit diesem Kapitel werden wir uns nachfolgend beschäftigen.

Wie gelangen die Autorinnen und Autoren zu ihrem Plädoyer für die Beibehaltung des Euro? Sie gehen in drei Schritten vor:

  1. Abschnitt 4.1 stellt stimmig heraus, dass es in unterschiedlichen Wechselkursregimen zu „falschen“ Wechselkursen kommen kann, also: dass die Währungen einzelner Länder über längere Zeiträume über- oder unterbewertet sein können. Der Fokus gilt nun der Überbewertung, der auf zwei Arten begegnet werden kann: Durch eine nominale Abwertung des Kurses der eigenen Währung gegenüber anderen Währungen oder durch „interne“ Abwertung,
  2. [...]

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