Ökologie | 02.11.2016 (editiert am 03.11.2016)

Schlechtes Wetter für die Energiewende

Was tun, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nur wenig scheint? Dieses Szenario ist für ein von den erneuerbaren Energien Wind und Sonne abhängiges Land kaum in den Griff zu bekommen, wenn man nicht über große Kapazitäten an nicht-erneuerbaren Energieträgern verfügt.

Der Wind hatte sich rar gemacht in den Tagen ab dem 20. Oktober 2016. Sah man irgendwo Windräder, drehten sich deren Rotoren eher lustlos – wenn überhaupt. Was schön war für bedrohte Vogelarten wie den Rotmilan, war gleichzeitig schlecht für die Stromproduktion der Windenergieanlagen. Während Anlagen mit einer Leistung von 45 Gigawatt gegenwärtig auf dem deutschen Festland und vor den Küsten installiert sind, lieferten sie teilweise weniger als ein Gigawatt an Strom. Auch die Sonne hatte sich rar gemacht. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen kontrastierte mit dem herbst- und wintertypischen hohen Verbrauch in Deutschland. Insgesamt bot sich das folgende erschreckende Bild:


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Quelle: Agora Energiewende


Während in diesen sieben Tagen Biogasanlagen und Wasserkraftwerke kontinuierlich etwa 7 GW an grundlastfähigem Strom lieferten, brachten es Sonne und Wind in Summe auf zwischen mal 14 und 1 GW. Im Schnitt mögen es vielleicht 6 – 7 GW gewesen sein. [...]

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