Amerika | 11.11.2016 (editiert am 08.02.2019)

Wege aus der venezolanischen Wirtschaftskrise

Ungeachtet der Frage, wer die politische Krise  zu verantworten hat, die Venezuela gegenwärtig durchmacht – das Land braucht dringend eine politische Strategie für die Bekämpfung der vielleicht schlimmsten Krise seit der  Venezuela-Krise von 1902/1903.

Damals standen deutsche, britische und italienische Kriegsschiffe vor der Küste Venezuelas, um die Begleichung der Auslandsverschuldung zu fordern. Heute drohen IWF-Konditionalitäten, wenn die Krise nicht anderweitig beendet werden kann.

Die Herausforderung liegt darin, eine Alternative zu dem nicht anpassungsfähigen „Madurismus“ der jetzigen Regierung zu finden und gleichzeitig die „klassischen“ Rezepte des Washington-Konsensus zu vermeiden. In seiner neu aufgesetzten Version unterscheidet sich letzterer nicht sonderlich vom Stabilisierungsplan der UNASUR, der Vereinigung einiger lateinamerikanischer Länder.

Es gibt natürlich solche Alternativen, ungeachtet dessen, was Margret Thatcher oder sogar Rafael Caldera (Präsident Venezuelas von 1994 bis 1998) uns haben glauben machen wollen. Vielleicht kann eine neue ökonomischen Theorie aus Lateinamerika und die Erfahrungen in Asien und insbesondere in China aufnehmen.

Brasilianischer „neo desenvolventismo“

Die ökonomische Entwicklungstheorie, auf die hier Bezug genommen wird, nennt sich Neuer Developmentarismus (ND). Diese Theorie betrachtet den Wechselkurs als die wichtigste makroökonomische Variable für den Entwicklungspfad eines Entwicklungslandes. Luiz Carlos Bresser-Pereira, [...]

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