Kommentar | 07.12.2016

Antwort auf Martin Höpners und Heiner Flassbecks Artikel „Nutzlose Wechselkursanpassungen?“

Schon die Überschrift der Antwort auf unsere Kritik an den linken Ausstiegsplänen aus dem Euroregime [1] zeigt, dass Martin Höpner und Heiner Flassbeck unsere Argumentation gegen einen Euroausstieg leider nicht verstanden haben.

Wir haben an keiner Stelle der Streitschrift behauptet, dass reale Wechselkursanpassungen „ökonomisch“ nutzlos seien. Diese Unterstellung findet sich dennoch in der Replik gleich in mehreren Passagen ihres Textes. Auf diesen Punkt werden wir weiter unten zurückkommen. Doch zunächst zu unserem Hauptvorwurf gegen die Anhänger von „Plan B“.

„Autonomiegewinn“ in der Wirtschaftspolitik bei einer Abkehr vom Euro?

Der Kardinalpunkt unserer Kritik an „Eurexit“ bezieht sich auf eine methodische Schwäche der Argumentation der Anhänger dieser Position. Ausgangspunkt ihrer Forderung nach einem Ausstieg aus dem Euro sind die schlimmen ökonomischen und sozialen Folgen der Austeritätspolitik, die wir im selben Maße kritisieren wie die Verfechter von „Plan B“. Im zweiten Schritt schauen sich die beiden Autoren die Erfahrungen der Europäischen Gemeinschaft mit dem EWS an. Sie stellen fest, dass dieses Währungssystem zwar Mängel gehabt habe, diese aber längst nicht so eklatant gewesen seien wie die Defizite des heutigen Euroregimes. Aus diesem Grunde, so schlussfolgern sie drittens, sei eine Rückkehr zu einem solchen System, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden