Arbeit | 06.12.2016 (editiert am 20.07.2017)

Ist Beschäftigung ein wirtschaftspolitisches  Ziel?

Irgendwie passt das nicht zusammen: In der Marktwirtschaft gewinnt, wer die Kosten minimiert. Gleichzeitig soll eine hohe Beschäftigung – sprich hohe Arbeitskosten – das zentrale Ziel der Wirtschaftspolitik sein.

»Müsste man die wirtschaftspolitische Debatte auf ein einziges Kriterium beschränken, wäre die Arbeitslosigkeit keine schlechte Wahl. Eine lange Arbeitslosigkeit bringt weit mehr mit sich als finanzielle Einschränkung. Betroffene laufen Gefahr, sich nutzlos und ausgegrenzt zu fühlen, hinzu kommt die Sehnsucht nach etwas so „Langweiligem“ wie einem geregelten Tagesablauf. All dies kann arg auf das Gemüt schlagen, krank machen und in einen Teufelskreis münden.« (NZZ hier)

Wie wahr. Und weil Hansueli Schöchli sich um die Arbeitslosen echte Sorgen macht, hat er sich auch durch das neueste Buch des Center for Economic Policy Research (CEPR) durchgebissen, das den aktuellen Stand der ökonomischen Forschung zur Arbeitslosigkeit und deren Vermeidung wiedergibt. Die NZZ hat die wichtigste Erkenntnis wie folgt zusammengefasst:

»Aus zwölf Aufsätzen von total zwei Dutzend Ökonomen mit diversen Fallstudien lassen sich einige Tendenzen ableiten. Erstens: Hohe Mindestlöhne und ein starker Kündigungsschutz schaden der Beschäftigung und inspirieren Ausweichmanöver Richtung Temporärstellen.«

Offenbar gibt es ökonomische Modelle, [...]

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