Editorial | 02.12.2016 (editiert am 05.12.2016)

Warum argumentiert Makroskop gegen progressive Ideen wie die Energiewende und das Grundeinkommen?

In den letzten Wochen haben uns einige Mails erreicht, in denen gefragt wurde, warum wir Artikel abdrucken, in denen gegen die Energiewende argumentiert oder das Grundeinkommen abgelehnt wird. Ist es nicht, so einige Leser, grundsätzlich sinnvoll, solche Ideen zu unterstützen, weil nur dadurch das progressive Lager gestärkt werden kann?

Insbesondere zur Energiewende werden wir gefragt, ob wir daran mitwirken wollen, dass die noch vorhandenen fossilen Vorräte der Erde weiter wie bisher verbrannt werden oder daran, dass bei uns die Atomanlagen mit all ihren Risiken und der Entsorgungshypothek ihrer Brennstäbe-Abfälle für nachfolgende Menschengenerationen wieder angefahren werden? Auch stellen sich einige die Frage, ob wir einen Salto rückwärts in Sachen Energiepolitik publizistisch unterstützen wollen bzw. für welche konkrete energiepolitische Perspektive Makroskop vom eigenen Selbstverständnis her steht.

Auch fragt man uns, ob wir nicht wüssten, dass die erneuerbaren Energien in Deutschland schon einen Anteil an der Stromerzeugung von mehr als 30 Prozent haben. Man hält uns vor, wir seien wie zuletzt der Sachverständigenrat naiv im Hinblick auf die Wirksamkeit marktwirtschaftlicher Instrumente bei der Reduktion des Verbrauchs fossiler Energie.

Das sind berechtigte Fragen, doch sie gehen an dem Punkt, um den es uns geht, leider vollständig vorbei. Wer die Energiewende für gut, [...]

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