Ökologie | 06.01.2017 (editiert am 09.01.2017)

Kaufprämie für E-Autos floppt

Die seit Juni 2016 angelaufene Kaufprämie für Elektroautos floppt, weil sie auf reinem Wunschdenken beruhte. Aus dem „industriepolitischen Signal“ droht nun ein industriepolitisches Desaster zu werden.

Es war nicht schwer, vorherzusehen, dass die vollmundig angekündigte Prämie für den Kauf von Elektroautos die Nachfrage nicht entscheidend beeinflussen würde. Wie hier bereits im Juli vergangenen Jahres prognostiziert, floppt die seit Juni 2016 angelaufene Kaufprämie für Elektroautos. Einige Leser haben uns damals heftig dafür kritisiert, dass wir skeptisch waren, ob man mit einer solch halbherzigen Maßnahme die Elektromobilität würde fördern können.

Vor wenigen Tagen hat man nun die Katze aus dem Sack gelassen. Bis zum 1. Januar wurden insgesamt nur rund 9000 Anträge auf eine Prämie gestellt. Das ist angesichts der Tatsache, dass derjenige bei der Prämie zum Zuge kommt, der seinen Antrag zuerst stellt, eine Zahl, die eindeutig zeigt, dass man so die Elektromobilität und die Einsparung von Kohlendioxyd nicht voranbringt.

Zudem kam fast die Hälfte der Anträge für die Prämie von Unternehmen. Während im vergangenen Jahr bis Ende November insgesamt gut 3 Millionen neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren verkauft wurden, kommen vollelektrische Wagen mit Batterie und teilelektrische Plug-in-Hybride zusammen nur auf einen Anteil von 0,7 Prozent. [...]

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