Finanzsystem | 13.01.2017 (editiert am 16.01.2017)

Macht Basel Banken sicherer?

Mit der Erhöhung von Eigenkapitalerfordernissen soll die Finanzstabilität verbessert werden. Der Versuch, Banken über das Verlustrisiko zu steuern, kann aber nicht gelingen, da Banken im Besitz eines Goldesels sind.

Lucas Zeise, Chefredakteur der DKP-Zeitung „Unsere Zeit“, berichtet in der marxistischen Tageszeitung „Junge Welt“, dass die eigentlich für letzten Sonntag geplante Unterzeichnung von „Basel III“ abgesagt werden musste.

»Dort war geplant, endlich das Abkommen zu unterzeichnen, welches den Geldhäusern international vorschreiben sollte, dass sie etwas mehr Eigenkapital für ihre Geschäfte vorhalten müssen.«

Dem bekennenden Kommunisten Zeise ist dieser Vorfall Grund zur Empörung. Dass dem bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit Sitz in Basel zuständigen Ausschuss zur Regulierung von Banken mit seiner Forderung, die Eigenkapitalerfordernisse an Banken zu erhöhen, nicht gefolgt wurde, scheint nun tatsächlich auf ein äußerst bedeutendes Ereignis zu verweisen. Denn auch kommunistischer Sympathien nicht verdächtige Ökonomen, darunter z.B. Hans-Werner Sinn und Marcel Fratscher, im Wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums, beschworen in einem Brief an Sigmar Gabriel eindringlich die Notwendigkeit der Unterzeichnung von Basel III. Ganze 37 Ökonomen, so erfährt man vom Handelsblatt, [...]

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