Amerika | 23.01.2017 (editiert am 24.01.2017)

Trumps Rede zur Vereidigung

Donalds Trump nach seinem Eid zum Präsidenten der USA war außergewöhnlich kurz, nur 14 Minuten. Inhaltlich klang sie nicht anders als eine Wahlkampfrede.

Das Bild der Demagogen. „Wir“ gegen „Die“.

Trump wiederholte sein schlichtes Weltbild, das ihn als Demagogen auszeichnet: „Das Volk“ wurde bislang geknechtet vom „Establishment“, mit direktem Angriff auf die anwesenden Politiker:

„Die heutige Zeremonie, jedoch, hat eine ganz besondere Bedeutung. Denn heute übergeben wir die Macht nicht nur von einer Regierung an die andere oder von einer Partei an die andere, sondern wir nehmen die Macht von Washington D.C. und geben sie an euch, das Volk, zurück. Zu lange hat eine kleine Gruppe in der Hauptstadt unseres Landes von der Regierung profitiert, und das Volk hat die Kosten getragen. Washington blühte, aber das Volk hat nichts von dem Reichtum gehabt. Politikern ging es gut, aber die Arbeitsplätze wanderten ab und die Fabriken schlossen. Das Establishment schützte sich selbst, aber nicht die Bürger unseres Landes. Ihre Siege waren nicht eure Siege, ihre Triumphe waren nicht eure Triumphe. Und während sie in der Hauptstadt unseres Landes feierten, gab es für Familien am Existenzminimum in unserem ganzen Land wenig zu feiern.“

Und als Demagoge hat er Verheißungen zu verkünden. [...]

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