Ökologie | 17.02.2017

Energiewende – planlos, erfolglos, unsozial

In mehreren Beiträgen der vergangenen Wochen wurde hier die deutsche Energiewende gegen Kritik verteidigt, die sich vor allem an der langen Phase einer Dunkelflaute in diesem Winter entzündete. Reinhard Lange antwortet einigen Verteidigern noch einmal.

Die deutsche Energiewende seit dem Jahre 2000 (Verabschiedung des ersten Erneuerbare-Energien-Gesetzes) ist bisher in erster Linie eine Stromwende, welche sich dadurch auszeichnet, dass einige Stromerzeugungsarten (Biogas, Wind, Solar) bevorzugt in das Netz eingespeist und hoch subventioniert werden. Dazu kam dann noch der vom Bundestag 2011 beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahre 2022. Eine gesamthafte Betrachtung des Energieversorgungssystems einschließlich der Auswirkungen auf die konventionelle Stromerzeugung, welche bisher die Netzstabilität sichern muss, spielte dabei von Anfang an keine Rolle.

Die Energiewende wurde von ihren Vätern und Müttern mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, so hier in einer Mitteilung des Umweltbundesamtes aus dem Jahre 2004:

»Das EEG gehört damit weltweit zu den wirkungsvollsten Klimaschutz-Instrumenten. Es ist Motor für Innovationen und erhöht die Exportchancen für deutsche Technik.»

Die neuen, stärker differenzierten Vergütungssätze sinken im Laufe der Jahre, was für Kosteneffizienz der Erneuerbaren sorgt. Trittin:

»Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.«

Betrachtet man als unvoreingenommener Bürger das Ergebnis von 17 Jahren Energiewende so hat man dagegen Schwierigkeiten, [...]

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