Genial daneben | 10.02.2017 (editiert am 11.02.2017)

Kann denn Exportieren Sünde sein?

Exportüberschüsse führen zu Kapitalabfluss, soviel scheint klar. Aber sind Exportüberschüsse und der damit einhergehende Abfluss von Kapital eine gute oder eine schlechte Sache? Bericht über eine Diskussion von einem anderen Stern.

Wenn man einfach alles vergisst vor Glück, dann kann es schon passieren, dass man die Realität aus den Augen verliert. Und unsere Politiker, Journalisten und Ökonomen sind meist recht glücklich, wenn sie an die deutschen Exportüberschüsse denken. Denn für sie ist die Tatsache, dass wir mehr exportieren als importieren, Ausweis dafür, wie wettbewerbsfähig die deutsche Wirtschaft ist. Und dass die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken oberstes Ziel einer jeden guten Wirtschaftspolitik zu sein hat, daran kann man doch wohl kaum zweifeln, oder? Kann es also wirklich Sünde sein, wenn man so verdammt wettbewerbsfähig ist, dass dann eben daraus ein Exportüberschuss von nahezu 9% des BIP resultiert?

Eine Diskussion von einem anderen Stern

Dieser Frage müssen sich viele in Deutschland in den letzten Tagen öfter stellen, als es den meisten von ihnen lieb ist. Auch der Deutschlandfunk fragte, und zwar den Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer. Und der antwortete wie folgt:

»Ich weiß eigentlich gar nicht, wo das Problem sein soll bei einem Leistungsbilanzüberschuss.

[...]

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