Soziales | 24.02.2017

Kapitalismus und Freiheit?

Wohlstand für Alle und Freiheit für das Individuum – das waren die Versprechen, mit denen der Neoliberalismus einst seinen Siegeszug antrat. Ersteres hat sich nicht erfüllt. Aber wie verhält es sich mit der Freiheit?

Der Neoliberalismus hat die Weltbühne mit zwei vollmundigen Versprechungen betreten: Wohlstand für Alle und Freiheit für das Individuum. Wohlstand für Alle, invisible hand und trickle down sind allerspätestens seit der Veröffentlichung der Oxfam-Studie „An Economy for the 1 Percent“ endgültig widerlegt. Aber wie steht es um das Freiheitsversprechen?

Die brillanten Theoretiker des Neoliberalismus

Seit Erscheinen von Friedrich August von Hayeks »Die Verfassung der Freiheit« und Milton Friedmans »Kapitalismus und Freiheit« – die Hauptwerke der wichtigsten Theoretiker des Neoliberalismus – hält sich hartnäckig die These, die freie Marktwirtschaft (beide Autoren verwenden die Begriffe freie Marktwirtschaft und Kapitalismus durchgehend synonym) gewährleiste auch die größtmögliche Freiheit des Individuums:

»Die wirtschaftliche Organisationsform, die unmittelbar für wirtschaftliche Freiheit sorgt, nämlich der Wettbewerbs-Kapitalismus, sorgt auch für politische Freiheit, da sie die wirtschaftliche Macht von der politischen Macht trennt und es dabei beiden Mächten ermöglicht, sich gegenseitig zu neutralisieren.« (Milton Friedman)

Den Wohlfahrtsstaat, [...]

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