Genial daneben | 17.02.2017 (editiert am 18.02.2017)

Zeigt der Kapitalmarkt Trump die rote Karte?

Die ausländischen Investoren, deren Geld Trump benötigt, um „America“ wieder „great“ zu machen, werden ihn schon zur Vernunft bringen, hofft „Die Welt“. Sie befürchtet aber gleichzeitig, dass die Fed ihm einen billigen Ausweg bieten könnte.

Die einen fürchten ihn und die anderen preisen ihn. Worüber allerdings fast kein Dissens besteht, ist über seine ungeheure Macht. Die Rede ist vom Kapitalmarkt und seiner Macht über die Geschicke von verschuldeten Ländern. Denn wer permanent über seine Verhältnisse gelebt hat, der muss sich halt verschulden. Und auch wenn der Schuldner der Staat ist, darf er sich nicht darüber beklagen, ob überhaupt und unter welchen Bedingungen ihm der Kapitalmarkt Geld zur Verfügung stellt.

Wer, wie Trump, viel Geld für die Sanierung der amerikanischen Infrastruktur ausgeben möchte, aber bereits bis über beide Ohren verschuldet ist, der braucht also, laut Welt, den Goodwill des Kapitalmarkts:

»Die weltgrößte Volkswirtschaft und Militärmacht Nummer eins ist hoch verschuldet und permanent auf ausländische Darlehen angewiesen. Es ist die größte Schwachstelle von Donald Trumps großem Plan.«

Die Amerikaner brauchen also Dollars von Ausländern, um sich die geplante Sanierung ihrer verrotteten Infrastruktur leisten zu können. Diese Ausländer sind aber genau die Länder, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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