Soziales | 03.02.2017

Ungeschützt in die digitale Marktgesellschaft

Die Plattform-Ökonomie ist eine Gratwanderung. Sie kann zwar die Effizienz steigern, sie gefährdet aber auch die Grundlagen der Marktwirtschaft.  Der Schweizer Bundesrat sieht dennoch keinen Regulierungsbedarf.

Zugegeben: Die Digitalisierung ist für die Unternehmen eine Herausforderung und es ist legitim, dass sich der Bundesrat überlegt, wie er sie dabei unterstützen kann. Aber: Was der Wirtschaft oder dem einzelnen Unternehmen nützt, ist nicht unbedingt gut für das ganze Land.

Dank Uber kann jeder Auto-Besitzer in der Freizeit als Taxichauffeur arbeiten.  Über ähnliche Plattformen können auch Handwerker, Steuerberater, Buchhalter usw. nebenbei noch  etwas verdienen. Dank Airbnb wird jeder Hausbesitzer oder Mieter zum potentiellen Hotelier. Statt sich irgendwo fest anstellen zu lassen, kann sich via Internet jeder zum Angestellten seiner selbst machen. Der teure Laden an guter  Lage wird durch billigen Lagerraum ersetzt. Insgesamt wird dadurch die Wirtschaft viel effizienter. Es gibt weniger Leerzeiten und die physischen Ressourcen (Autos, Wohnraum usw.) werden besser genutzt.

All dies gibt es in Ansätzen schon. Doch wie sieht unsere Gesellschaft aus, wenn die Ansätze zur Norm wird? Möchten wir in einer solchen Welt leben? Wie müssen wir diese neue Welt regulieren, damit sie noch lebenswert bleibt?

Die Gefahren sind offensichtlich. [...]

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