Theorie | 02.03.2017 (editiert am 24.03.2017)

Das Scheitern des Marktes an der Sättigungsgrenze – 1

Wie tickt die Marktwirtschaft an und jenseits der Sättigungsgrenze? Keynes ist an dieser Frage gescheitert. Seither wurde sie nie wieder gestellt.

Unsere Marktwirtschaft ist sehr gut darin, immer noch mehr zu produzieren. Doch wie wird sie damit fertig, dass in nicht zu ferner Zeit die Sättigungsgrenze erreicht sein wird? Diese Frage stellte sich vor bald 90 Jahren der damals berühmteste Ökonom John Meynard Keynes in seinem Aufsatz „Wirtschaftliche Möglichkeiten für unserer Enkelkinder“. Heute wissen wir, dass die Marktwirtschaft diese Hürde gerissen hat. Doch wir wissen nicht warum. Deshalb mag es hilfreich sein, sich noch einmal in die Perspektive von Keynes zu versetzen.

Marktwirtschaft als inklusive Institution

Keynes ging davon aus, dass „bald ein Punkt erreicht sein wird, […], an dem diese Bedürfnisse in dem Sinne befriedigt sind, dass wir es vorziehen, unsere weiteren Kräfte nicht-wirtschaftlichen Zwecken zu widmen.“ Und er fragt sich: „Wird dies eine Wohltat sein?“ Das sei durchaus denkbar, räumt er ein, aber:

«Dennoch denke ich mit Schrecken an die Umstellung der Gewohnheiten und Triebe des durchschnittlichen Menschen, die ihm über ungezählte Generationen anerzogen wurden, und die er nun in wenigen Jahrzehnten aufgeben soll.»

Es folgen mehrere Abschnitte, [...]

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