Konjunktur | 17.03.2017 (editiert am 24.03.2017)

Die deutsche und europäische Konjunktur um die Jahreswende 2016/2017 – 2

Die konjunkturelle Entwicklung in Europa ist immer noch sehr uneinheitlich. Einige Länder scheinen einen Durchbruch in Richtung Aufschwung erreicht zu haben. Ob das wirklich nachhaltig ist, kann man derzeit noch nicht abschließend beurteilen.

Die Industrieproduktion im Euroraum ist im Januar leicht gestiegen (Abbildung 1). Dieser Anstieg war vor allem der Belebung in Deutschland zuzuschreiben, die den Einbruch vom Dezember 2016 wieder ausgeglichen hat. Mit einem Indexstand um 110 im Verlauf des vergangenen Jahres liegt Deutschland nun auf einem etwas höheren Niveau als 2015. Auch die EWU insgesamt verzeichnet nun ein leicht höheres Niveau als 2011. In Frankreich und in Italien gab es allerdings im Januar erneut einen Rückgang der Produktion in der Industrie.


Abbildung 1


In Südeuropa scheint sich nun, nach extrem langer Rezession, die Lage in Griechenland zu ändern (Abbildung 2). Mit dem kräftigen Anstieg der Industrieproduktion im Januar ist es erstmals berechtigt, auf eine Wende zu hoffen. Damit werden allerdings das Versagen der von der Troika zu verantwortenden Wirtschaftspolitik und die Auswirkungen von sechs Jahren Rezession nicht ungeschehen gemacht. Spanien und Portugal bleiben in diesem Bereich weiterhin schwach.


Abbildung 2


In den kleineren Ländern Nordeuropas hat sich nun doch weitgehend eine leichte Belebung durchgesetzt. [...]

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