Eurozone | 28.03.2017 (editiert am 31.03.2017)

Die Langzeitfolgen der Austeritätspolitik

Die Industrieproduktion in Griechenland ist zuletzt deutlich gestiegen. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung. Für Euphorie besteht jedoch kein Anlass.

Wie aus dem Konjunkturbericht von Makroskop ersichtlich wird, hat die Industrieproduktion in Griechenland im Januar dieses Jahres kräftig zugelegt. So besteht erstmals nach Jahren die Hoffnung, das Land könnte die lange industrielle Talsohle endlich hinter sich gelassen haben (nach Angaben von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, verzeichnete Griechenland im Januar 2017 einen Zuwachs der Industrieproduktion um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 7,4 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres). Ob es damit in Griechenland tatsächlich zu einem Durchbruch hin zu einem nachhaltigen Aufschwung kommt, ist indes keineswegs sicher.

Nicht ins Bild passt vor allem, dass die griechische Statistikbehörde ELSTAT erst jüngst für Griechenland im vierten Quartal 2016 eine Wachstumsrate des saisonbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gemeldet hat. Auch der griechische Einzelhandel zeigt bislang keine Anzeichen einer Erholung, wie der Analyse von Makroskop zu entnehmen ist.

Darüber hinaus ist zu befürchten, dass die griechische Regierung in ihrem gegenwärtigen Ringen mit der EU-Kommission, dem Euro-Rettungsfonds ESM, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds neue Reformauflagen (d.h. [...]

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