Kommentar | 23.03.2017 (editiert am 28.03.2017)

Die Weisheit der (Mehrheit der) Weisen ist offenkundig Dummheit

In dem neuesten Bericht unserer Wirtschaftsweisen wird versucht, die Problematisierung der hohen Exportüberschüsse Deutschlands als ein populistisches Hirngespinst darzustellen. Was uns da von der Mehrheit der Weisen als Ergebnis wissenschaftlicher Analyse verkauft wird, ist Ideologie vom Feinsten.

Dieser Präsident mit dem komischen Haarschnitt, der zudem, wie man aus der Welt erfährt, das Weiße Haus postsowjetisch umgestalten ließ, und seine wirtschaftspolitischen Berater sind, da sind sich unsere Politiker und alle Leitmedien einig, eine Zumutung und zwar in jeder Hinsicht.

Wie kann man z.B. ernsthaft die „Globalisierung“ als ein Problem und dann auch noch die Ursachen und deren Beseitigung als eine Sache der Politik ansehen? Wissenschaftlich ist doch längst erwiesen, dass „der Freihandel“ eine äußerst gute Sache ist und zwar gut für einfach alle. Und nun wird dieser zivilisatorische Fortschritt von den sogenannten Repräsentanten der USA infrage gestellt. Unglaublich!

Einer seiner Berater, ein gewisser Peter Navarro – immerhin ein Professor, der aber natürlich noch nie, wie wir ebenfalls von der „Welt“ erfahren, in einer renommierten Fachzeitschrift einen Artikel publiziert hat (hier) –, dagegen ist der Meinung, dass der internationale Handel gewissen Regeln genügen muss, damit er zum Vorteil aller daran Beteiligten gereicht:

«That means free trade must also be fair trade so that neither country can protect its markets from the other or engage in mercantilist practices such as currency manipulation or the use of export subsidies to promote its exports at the expense of the other.» (Originaltext,

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