Finanzsystem | 31.03.2017 (editiert am 30.12.2017)

Geschichten von unabhängigen Zentralbanken und Inflationsgefahren – 1

Die „Unabhängigkeit“ von Zentralbanken wird hartnäckig verteidigt. Denn „Geldpolitik“ unter dem Einfluss der Politik hätte hohe Inflationsraten zur Folge und führte zu wirtschaftlichen Verwerfungen. Was sind die empirischen Evidenzen für diese These?

Kaum ein Thema bringt so viele Wissenschaftler, Politiker und Medienvertreter auf die Barrikaden wie die Inflation. Seit Wochen wird vor allem aus Deutschland gefordert, die „Enteignung der Sparer durch die Europäische Zentralbank (EZB)“ zu beenden. Da sich die intellektuelle Argumentationsweise der Marktfundamentalisten, die seit geraumer Zeit gegen die expansive Geldpolitik der EZB hetzen, nicht durchsetzen konnte, bedarf es nun anscheinend einer moralischen Reaktion, um Mario Draghi von seinem Kurs abzubringen [1]. Schließlich kann es niemanden geben, der irgendeine Form der Enteignung guthieße.

Inmitten einer solch aufgeladenen Debatte ist es nicht leicht, sich sachlich mit der Inflation auseinanderzusetzen. Jede noch so geringe Steigerung der Inflationsrate wird medial gleich mit Horrorszenarien in Verbindung gesetzt, die in Deutschland wiederum Erinnerungen an die Hyperinflation der 1920er Jahre wecken. Zudem dominiert weiterhin der Glaube, dass jegliche Form der Inflation schädlich für Wachstum, Stabilität und Wohlstand sei.

Um dieser Gefahr entgegenzuwirken und die Inflation möglichst effektiv zu bekämpfen, haben sich die Zentralbanken, so die weit verbreitete Meinung,  [...]

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