Ddanielle Civello via flickr.com/CC BY-NC 2.0
Arbeit | 09.03.2017 (editiert am 24.05.2018)

Löhne fallen nicht vom Himmel

Die lohnpolitische Koordinierung der europäischen Gewerkschaften nimmt nur langsam Formen an. Europäischer Gewerkschaftsbund (EGB), europäische Branchengewerkschaften, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die deutschen Branchengewerkschaften werden nur zögerlich aktiv. Wir helfen gern!

Zur Erläuterung: Der EGB ist, nach seiner eigenen Darstellung, die Dachorganisation für ca. 45 Millionen individuelle Mitglieder (Rentner eingeschlossen) in 39 Ländern, die dort in 89 Dachverbänden organisiert sind. Es gibt also Länder mit mehreren, zum Teil konkurrierenden Gewerkschaftsdachverbänden. Parallel dazu sind die nationalen Branchengewerkschaften (Metall, Chemie, öffentliche und private Dienstleistungen, Bau, etc.) in 10 eigenen europäischen Verbänden (z.B. industriAll-europe.eu für die Industriegewerkschaften) organisiert, die dem EGB ebenfalls angehören. Damit sind die nationalen Branchengewerkschaften auf zweifache Weise Mitglied im europäischen Dachverband. Über die europäischen Branchengewerkschaften und über die nationalen Dachverbände.

Das Arbeits- und Zuständigkeitsprofil des EGB umfasst unter anderem den sozialen Dialog, Fragen des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts, der Beschäftigung, beruflicher Bildung, etc. Ein entscheidendes gewerkschaftliches Kerngeschäft zählt jedoch faktisch, wenn auch rhetorisch, nicht dazu: Die Tarifpolitik. Das gilt ebenso für die europäischen Branchengewerkschaften. Zwar gibt es eine Vielzahl von Betriebs- und Branchenvereinbarungen zu den unterschiedlichsten Themen (Abkommen zu Restrukturierung, Gesundheitsschutz, Datenschutz, Leiharbeit, etc.) auf europäischer und globaler Ebene. Lohnvereinbarungen, die auch nur den Hauch einer makroökonomischen Bedeutung haben könnten, [...]

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