Weltwirtschaft | 24.03.2017

Nahrungsmittelspekulation und Intransparenz – Trump dereguliert

Mit dem Argument, größere Transparenz würde die Wettbewerbsfähigkeit der US-Öl-Firmen schädigen, will Donald Trump Reformen von Obama rückgängig machen. Das kann gravierende Auswirkungen haben. Auch andere Regelungen stehen auf dem Spiel.

In den letzten Jahren gab es im Rohstoffsektor einige Reformen. Die Obama-Administration erhöhte die Transparenz bei Zahlungen von Bergbaufirmen und bei Konfliktmineralien. Und auch der Spekulation mit Nahrungsmitteln wollte sie beikommen. Doch der neue US-Präsident Donald Trump zielt darauf ab, diese Reformen auszubremsen oder komplett rückgängig zu machen.

Doch weniger Transparenz bei Zahlungsflüssen befördert Korruption und Steuervermeidung. Die Nahrungsmittelspekulation hat 2007/2008 und erneut 2010/2011 zu einer Explosion der Preise für Grundnahrungsmittel beigetragen. Weltweit mussten Menschen hungern, weil sie sich kaum noch Nahrungsmittel kaufen konnten. Es kam zu Hungeraufständen und zu den Protesten des arabischen Frühlings.

Und die Konfliktmineralien sind in zahlreichen Ländern eine Einnahmequelle von bewaffneten Gruppen. Der Verkauf dieser Mineralien trägt zur Fortführung von bewaffneten Konflikten und zum Elend der Zivilbevölkerung in diesen Regionen bei.

Transparenz-Richtlinie im Rohstoffsektor

Trotz hartnäckiger Lobbyarbeit der US-Öl-Industrie erließ die US-Börsenaufsicht im Sommer 2016 eine Richtlinie, um für mehr Transparenz im Rohstoffsektor zu sorgen. Die neuen Transparenz-Richtlinien verlangen, dass alle an US-Börsen gelisteten Öl-, [...]

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