Amerika | 05.04.2017 (editiert am 06.04.2017)

Argentinien und Brasilien: Kein Konzept zur Überwindung der Krise – 1

Wenn es währungspolitische Dramen gibt, dann haben sie sich in Lateinamerika abgespielt. Auch die beiden größten Länder waren davon massiv betroffen. Beide haben nun konservative Regierungen, aber was können die wirklich tun?

Brasilien und Argentinien, die beiden größten Volkswirtschaften Südamerikas, sind in einer tiefen Krise. Beiden ist gemeinsam, dass seit einiger Zeit konservative Regierungen bzw. ein konservativer Präsident die Macht innehaben und beide versuchen, mit den üblichen Mitteln neoklassisch-neoliberaler Politik die Kontrolle über die Wirtschaft zurück zu gewinnen und einen Aufschwung in Gang zu setzen (hier und hier jüngere Artikel aus der Financial Times mit den politischen Hintergründen in Argentinien dazu).

Die Geschichte beider Länder ist durch große Währungskrisen gekennzeichnet, von denen die letzte um die Jahrtausendwende die größte und dramatischste war. Beide Länder verbindet auch eine Geschichte hoher (und im Falle Brasiliens höchster) Inflationsraten, die wiederum beide Länder Anfang der 1990er Jahre veranlasst hat, auf einen externen Inflationsanker zu setzen. Zu diesem Zwecke banden beide Länder (in leicht unterschiedlicher Form allerdings) ihre Währungen relativ fest an den US-Dollar. Beide machten aber den gleichen Fehler (hier und vor allem hier beschrieben) und gerieten zehn Jahre nach der Entscheidung in fast gleicher Weise in eine große Währungskrise. [...]

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