Amerika | 10.04.2017

Argentinien und Brasilien: Kein Konzept zur Überwindung der Krise – 2

Auch die jüngere Geschichte Brasiliens und Argentiniens ist vor allem eine Währungsgeschichte. Abwertung und wirtschaftspolitische Hilflosigkeit gehen Hand in Hand. Warum konnte man dem auch nach der großen Krise nicht entrinnen?

Im ersten Teil war schon deutlich geworden, dass nichts mehr das Schicksal der beiden großen Lateinamerikanischen Volkswirtschaften bestimmt hat als Währungsprobleme. Das gilt nicht nur für die großen Krisen der Jahrtausendwende, sondern erneut für die jüngere Vergangenheit und für die Gegenwart.

Alles hängt an der Währung

Nach der extrem starken Abwertung in beiden Ländern nach den Krisen von 1999 und 2001 verlief die Entwicklung der Wechselkurse in beiden Ländern sehr unterschiedlich (Abbildungen 1 und 2).


Abbildung 1


Da Argentinien im Zuge seiner Krise von 2001 einseitig einen großen Schuldenschnitt durchgesetzt und die Konvertibilität seiner Währung erheblich eingeschränkt hatte, war das Land in den 2000er Jahren nicht mehr Ziel internationaler Anleger (oder besser: Spekulanten).

In Argentinien blieb nach der gewaltigen Abwertung im Jahr 2001 der nominale Kurs (hier als effektiver Kurs, also gegenüber vielen relevanten Währungen dargestellt) lange Zeit (vermutlich auch von der Zentralbank  geschwächt) auf niedrigem Niveau und fiel sogar leicht. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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