Arbeit | 21.04.2017

IG Metall unterstützt AfD

Die IG Metall hat der Zeitarbeit bis zu vier Jahren zugestimmt. Damit ist das Leiharbeitsgesetz von Anfang des Monats postwendend ausgehöhlt. Handelt es sich hier um einen verspäteten Aprilscherz?

Wie der Spiegel am Mittwoch meldete, haben sich der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die IG Metall darauf verständigt, dass mit Zustimmung der Betriebsräte in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, die Tätigkeit von Leiharbeitern bis zu 48 Monate andauern kann. Das Gesetz sieht eine Höchstdauer von 18 Monaten vor, erlaubt aber den Tarifpartnern davon abweichende Regelungen zu treffen.

Schon das Gesetz, das am 1. April wie ein schlechter Scherz daherkam, war eine klare Verschlechterung gegenüber den vorherigen Regelungen, da sich die jetzt geltende zeitliche Befristung auf die Beschäftigten, nicht aber auf die Arbeitsplätze bezog und somit Rotation mehrerer Beschäftigter auf einem Zeitarbeitsplatz erlaubt. Abgesehen von der Tatsache, dass der bislang überwiegende Teil der Leiharbeiter weit weniger als 9 Monate an einem Einsatzort arbeitet. Hat dieses Menschen verachtende Flexibilisierungsinstrument immer noch nicht gereicht? Was wollen die Arbeitgeber denn noch?

Jetzt haben sie sich getroffen und geeinigt. Die Avantgarde der deutschen Exportwirtschaft und Tarifpolitik. Die Hochleistungsmaschine hinter den Leistungsbilanzüberschüssen, Schulden- und Arbeitslosigkeitsexporten. Hinter dieser Einigung muss sich einiges verbergen. [...]

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