Genial daneben | 28.04.2017 (editiert am 29.09.2017)

Nachhilfeunterricht für Trumpisten

Schäuble erhält bei seinen Bemühungen, die Trumpisten zur Vernunft zu bringen, Unterstützung. Es wäre zum Lachen, wenn der vom Star-Ökonomen Jeffrey D. Sachs und Financial Times Herausgeber Martin Wolf zum Besten gegebene Unsinn nicht Leitschnur der Wirtschaftspolitik vieler Industrieländer wäre.

Wie Dirk Ehnts in seinem letzten Beitrag mit Bezug auf einen Spiegel-Online Beitrag berichtete, hoffte Wolfgang Schäuble seinen Besuch der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington auch dazu nutzen zu können, den Vertretern der amerikanischen Regierung „Nachhilfe in den Grundlagen von Wirtschaftspolitik“  zu erteilen.

Der Nachhilfeunterricht scheint aber bei den Trumpisten auf taube Ohren gestoßen zu sein. US-Finanzminister Steve Mnunchin brandmarkte, wenn auch im Ton moderat, weiterhin Deutschland für seine parasitäre Wirtschaftspolitik:

„Nach unserer Ansicht sind exzessiv hohe Exportüberschüsse, genauso wie Exportdefizite, nicht dienlich, um ein freies und faires Handelssystem zu unterstützen“ (hier).

Leistungsbilanzungleichgewichte sind für die „sturen Amerikaner“ keine Naturereignisse, sondern Ergebnis verfehlter Wirtschaftspolitik. Mnunchin fordert deshalb recht unverblümt Deutschland dazu auf, seine Wirtschaftspolitik radikal zu ändern:

„Staaten mit einem großen externen Überschuss und soliden öffentlichen Finanzen haben die besondere Verpflichtung, zu einer robusteren Weltwirtschaft beizutragen, indem sie durch die Finanzpolitik aggressiv Wachstum ankurbeln“ (hier).

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