Ökologie | 21.04.2017 (editiert am 25.04.2017)

Ökonomie im Kontext des menschlichen Naturverhältnisses – 1

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist gängige rhetorische Münze. Dabei wissen wir nicht einmal, was er konkret bedeutet. Welche Handlungsweisen, Technologien und Produkte sind wirklich nachhaltig? Ein Rück- und Ausblick.

In Deutschland herrscht, was die Umwelt angeht, parteiübergreifend der gute Wille. Nicht nur sind nahezu alle für Nachhaltigkeit, sondern es gibt auch breite Übereinstimmung darüber, was das bedeutet: mehr Solar-, Wind-, und Bioenergie, mehr Elektroautos, etc. Wer etwa, wie Reinhard Lange [Lange 2016a, 2016b, 2017], die Effektivität solcher Maßnahmen in Frage stellt, steht schnell als Umwelt- und Fortschrittsfeind da.

Die Haltung der Makroskop-Herausgeber [Makroskop 2016], die solchen Meinungen Raum zugesteht, nehme ich zum Anlass, meine Position zu einer Reihe von Fragen vorzulegen, die sich in diesem Zusammenhang stellen. Dazu versuche ich, einige Begriffe zu klären, unter deren Unschärfe die ökologische Debatte leidet. An anderer Stelle [Fischbach 2016] findet sich das in weiterem Zusammenhang ausgearbeitet.

Im Begriff des menschlichen Stoffwechsels mit der Natur treffen sich die sozialen, ökonomischen, ökologischen und technologischen Problemlagen, die dabei zu adressieren sind. Es geht dabei nicht nur um die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse, sondern auch um die Produkte und die Weise ihrer Konsumption.

Umweltqualität ist nicht optional

Umweltschutz sei, [...]

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