Genial daneben | 03.04.2017 (editiert am 04.04.2017)

Von Otto und Otto. Mensch Otto!

Im Gewerkschaftsmagazin „Mitbestimmung“ wird gegen linke Schwarzmaler und für EUropa und das deutsche Modell gekämpft. Eine kleine Replik an einen irritierten, ansonsten sympathischen, Zeitgenossen!

Lieber Otto Jacobi[1], in dem Beitrag für das Magazin Mitbestimmung – gemeinsam mit deinem Bruder im Geiste, Walther Müller-Jentsch, verfasst – sprichst Du zurecht über Dein eigenes irritiert sein. Du wirfst in Eurem Pamphlet auch soviel durcheinander und übereinander, dass es sich kaum sortieren lässt. Sieht so intellektuelle Fastenzeit aus?

Dass Du schon am Anfang zur Querfrontmythologie übergehst, macht mehr als deutlich, wie tief Du in Deinem Denken verunsichert sein musst. Und der etwas oberflächliche Bezug auf das Ende der Weimarer Republik zeigt, dass es an dieser Stelle wohl eher um Demagogie als um sachliche Auseinandersetzung geht. Und wenn Du Dich gegen Argumente aus dem linken Lager stellst, muss natürlich als erstes die Frage erlaubt sein, in welchem Lager Du denn stehst? Oder bist Du noch in einem Dich selbst irritierenden Selbstfindungsprozess gefangen? Kleine Hilfestellung: links ist heute da wo früher Mitte war. Man musste sich für diesen „Positionswechsel“ selbst gar nicht bewegen. Wo standest Du denn da früher?

Doch der Reihe nach.

Der Ausgangspunkt für Dein irritiert sein liegt meines Erachtens in Deiner eigenen Vergesslichkeit. [...]

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