Afrika | 25.05.2017 (editiert am 26.05.2017)

Afrikas verlorene Milliarden

Gold, Diamanten, Erdöl, Kupfer, seltene Erden – viele afrikanische Länder sind reich an Rohstoffen. Und dennoch gehören sie zu den ärmsten Ländern der Welt. Warum ist das so?

Der Rohstoffsektor ist in vielen Ländern des globalen Südens der größte Wirtschaftszweig und somit eine wichtige Einnahmequelle für deren Staatskassen. Theoretisch. Praktisch haben die Länder mit einer massiven Steuerflucht von meist internationalen Unternehmen zu kämpfen – und mit illegalen oder legalen, aber moralisch fragwürdigen Praktiken.

Durch die Steuerflucht von internationalen Öl-, Gas und Bergbauunternehmen gehen den rohstoffreichen Ländern jährlich Milliarden-Summen an potenziellen   Steuereinnahmen verloren. Da die Steuerflucht oft im Verborgenen stattfindet, lassen sich diese Summen nur ungenau beziffern. Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank gehen von einem mittleren zwei- oder gar niedrigen dreistelligen Milliardenbetrag aus (hier und hier).

Entwicklungshindernis Steuerflucht

Die Steuerflucht im Rohstoffsektor hat gravierende soziale, wirtschaftliche und politische Auswirkungen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten mit jährlichen Gesundheitsinvestitionen in Höhe von 8,7 Milliarden US-Dollar vier Millionen Kindern pro Jahr in 46 afrikanischen Staaten das Leben gerettet werden. Und mit 5,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr könnten die fehlenden Lehrkräfte bezahlt werden, damit jedes Kind in Afrika zur Schule gehen kann (hier und hier). [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Sag- und Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume. Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Anmelden