Eurozone | 16.05.2017 (editiert am 20.05.2017)

Euro-Ausstieg: Nutzlos und gefährlich?

Die Linke in Deutschland bleibt in der Frage, ob es eine Lösung der Eurokrise innerhalb des Eurosystems geben kann oder nicht, gespalten. Derweil erteilt ein neuer Beitrag im „Sozialismus“ allen Euro-Ausstiegs-Überlegungen eine Absage.

Die Debatte innerhalb der Linken über die Zukunft des Euro geht weiter. Dabei stehen sich zwei Positionen gegenüber: Die eine lehnt alle linken Ausstiegsszenarien aus dem Euro entschieden ab, die andere fordert genau einen solchen Austritt einzelner Länder, eine geordnete Auflösung der Eurozone oder zumindest eine Aufrechterhaltung und intensivierte Diskussion dieser Exit-Optionen.

Wir haben zu begründen versucht, warum wir zur zweiten Position tendieren – nicht aus einer wie auch immer gearteten Europafeindlichkeit, sondern weil es uns zunehmend schwerer fällt, an eine Krisenlösung im Rahmen der Europäischen Währungsunion zu glauben. Vielmehr befürchten wir, dass es gerade die Ausgestaltung dieser Währungsunion ist, die Europa spaltet und zugleich die überall zu beobachtenden Nationalismen fördert.

In die Diskussion eingeschaltet hat sich jetzt auch Michael Wendl, Mitherausgeber der Zeitschrift „Sozialismus“, der sich in einem Artikel (hier) direkt auf unseren Beitrag für Makroskop zu der Thematik (hier und hier zu finden) bezieht. Er steht einem Ausstieg aus der Währungsunion sehr kritisch gegenüber, [...]

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