Von Bundesarchiv, Bild 146-1977-047-16 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link
Genial daneben | 05.05.2017 (editiert am 08.05.2017)

Griechischer Frühling oder doch zu viel griechischer Wein?

In Griechenland führte der Wahnsinn der Kürzungspolitik zu einem Einbruch der Wirtschaft wie in Deutschland zwischen 1938 und 1948. Doch das hält seit neuestem selbst ganz „linke“ Autoren nicht davon ab, von einem „Erfolgskurs“ zu reden.

Ich muss zugeben, dass ich zu den Menschen gehöre, die bislang glaubten, dass der griechische Regierungschef Alexis Tsipras mit linker Rhetorik eine von der Troika aufgezwungene Politik exekutiert, deren offensichtlich zerstörerischen Wirkungen ihn erst an die Macht gespült haben. Ich war auch der Meinung, dass eine Partei, die ihren Wahlsieg dem Versprechen verdankt hat, die aufgezwungene Austeritätspolitik und die damit einhergehende Knechtschaft der Griechen zu beenden, unter keinen Umständen diese Politik hätte fortsetzen dürfen.

Zudem habe ich bereits 2015, nachdem abzusehen war, dass es der neuen griechischen Regierung um Tsipras und Varoufakis nicht gelingen würde, die Troika von ihren Austeritätätskurs gegenüber Griechenland abzubringen, für einen Grexit plädiert (hier). Und noch immer bin ich überzeugt, dass ein einvernehmlicher Ausstieg Griechenlands aus dem Euro möglich gewesen wäre, da Schäuble sich das Problem ein für alle Mal vom Halse schaffen wollte. Man hätte also Schäuble nach meiner Meinung beim Wort nehmen sollen und sollte ihn auch noch heute an sein Angebot einer „Neustrukturierung der Schulden“ und weiterer „Unterstützung Griechenlands als EU-Mitglied“ [...]

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