Theorie | 12.05.2017 (editiert am 16.05.2017)

Korrektes Geldverständnis ist unverzichtbar – 3

Die Menge zirkulierenden Giralgeldes hat technisch gesehen keine Grenze. Geldknappheit ist in diesem Sinn genauso eine Mär wie die Ökonomen-Saga, neuen Investitionen müssten Sparvorgänge vorangehen.

Ich halte es für einen letzten Reflex der geistigen Verwurzelung in der Welt der goldgedeckten Währung, wenn dem Giralgeld nur die Eigenschaft einer Forderung auf Geld (gemeint ist staatlich emittiertes Bargeld) zugesprochen wird. An der Tatsache, in der Welt des gegenwärtigen Geldsystems dem Umstand nicht entrinnen zu können, Geld „nur“ als Forderung besitzen zu können, ändert das nichts.

Das Bargeld als Ziel des „Einlösens“ von Giralgeld ist nur ein untauglicher Ersatz für Gold. Es ist und bleibt eben auch eine Forderung. Dass Geld, sei es als Bargeld oder als Giralgeld, unentrinnbar immer eine Forderung (und damit selbstverständlich auch eine Verbindlichkeit) bleibt, ist die unabdingbare Voraussetzung für seine prinzipiell unbegrenzte Vermehrbarkeit durch Kreditbeziehungen.

Es ist damit zugleich eine Voraussetzung für seine Nutzbarkeit zur Finanzierung aller sich bietenden Chancen für wirtschaftliches Wachstum aber auch Spekulationen. Für diese Eigenschaft ist gerade die Unabhängigkeit des Kreditgeldes von einem vermeintlichen „Wert an sich“ wie Gold entscheidend, dessen wachsender Verfügbarkeit für eine wachsende Wirtschaft durch natürliche Gegebenheiten einige Hindernisse entgegenstehen.

Die Menge des zirkulierenden Giralgeldes hat also technisch gesehen keine Grenze. Geldknappheit ist in diesem Sinn eine Mär, erst recht die Ökonomen-Saga, neuen Investitionen müssten Sparvorgänge vorangehen. Die Entwicklung der Giralgeldmenge hängt u. a. direkt positiv vom Umfang der neuen Kreditverträge und negativ von ihrer Tilgung ab. Und Geschäftsbanken können, wie auch Steinhardt und Ehnts zeigen[i], grundsätzlich unbegrenzt Kredite gewähren.

Neues Giralgeld kann nicht nur durch Kredit, sondern auch durch Käufe einer Geschäftsbank das Licht der Welt erblicken. Wenn eine Bank z. B. für sich selbst ein neues Geschäftsgebäude kauft, schreibt sie dem Verkäufer auf dessen Konto Giralgeld gut – ein Buchungsvorgang, der zur Vermehrung von Giralgeld führt und keines vorgängig an anderer Stelle geschöpften Geldes bedarf.

Diese Fähigkeit der Geschäftsbanken, auf eigene Rechnung mit selbstgeschöpftem Giralgeld einkaufen zu können, hebt sie von anderen Wirtschaftssubjekten ab, und führt zu ungläubigem Erstaunen, wenn Laien zum ersten Mal davon erfahren. Inzwischen können sie sich aber die Tatsächlichkeit dieses Umstandes auf der Website der Bundesbank bestätigen lassen.[ii]

Die Vermehrung der Giralgeldmenge findet selbstverständlich ebenso statt, wenn der Geschäftsbankensektor aus dem Nichtbankensektor Wertpapiere auf die eigenen Bilanzen nimmt. Er bezahlt diese Wertpapiere, wie den oben genannten Immobilienkauf, mit neu geschöpftem Giralgeld.

Verwirrung bei vielen Fachleuten

Es ist schon ein bemerkenswertes Phänomen, dass die Zusammenhänge im modernen Kreditgeldsystem selbst bei denen, die es besser wissen müssten – den Ökonomen und den Bankpraktikern –, zu Irrtümern und Falschdarstellungen führen. Die Bundesbank hat mit ihrem aktuellen „Schülerbuch“ auf ihrer Website[iii] zwar die vorgängige Falschdarstellung abgelöst. Wie das Beispiel Weidmann allerdings zeigt, ist die Gefahr eines geistigen Rückfalls jederzeit gegeben.

Ich will ein weiteres Beispiel aus einem moderierten Podiumsgespräch mit Prof. H. C. Binswanger und Josef Ackermann anführen, in dem Ackermann, der bei Binswanger über ein geldtheoretisches Thema promoviert wurde, dem Publikum die Giralgeldschöpfungsmultiplikator-Theorie als gültige Erklärung darbot. Eine Theorie, die auf der falschen Spargeld-Weiterverleih-Theorie beruhend, ebenso falsch ist. Binswanger stellt anschließend die Zusammenhänge richtig dar, ohne seinen ehemaligen Studenten direkt bloßzustellen[iv].

Ein weiteres Beispiel, dieses Mal von dem Nobelpreisträger Krugman, führt Binswangers Sohn Mathias in seinem Buch „Geld aus den Nichts“[v] vor. Er zitiert Krugman mit zwei sich widersprechenden Statements, die er als „Krugmans Schizophrenie“ und als „typisch für den Umgang der heutigen Mainstream-Ökonomie mit dem Thema Geld“ bezeichnet. Krugman schreibt:

«Jede einzelne Bank kann das Geld ausleihen, welches sie an Einlagen erhält. Banker können nicht einfach Schecks aus dem Nichts ausstellen. Wie Angestellte jedes anderen Finanzintermediärs auch müssen Sie Aktiven [in diesem Fall Kredite] erwerben mit finanziellen Mitteln, die sie in der Hand haben.»

Das hindert Krugman indes nicht, wenige Tage später zu vermerken:

«Lassen wir die weiterhin bestehende Verwirrung über das Argument, dass Banken >Inside Money< [Giralgeld] schaffen können – was niemand bestreitet – einmal beiseite.»

Die Fehldarstellung eines weiteren Nobelpreisträgers, Paul Samuelson, der in seinem Standard-Lehrbuch die Giralgeldschöpfungsmultiplikator-Theorie vertritt, ist schon länger bekannt.

Weitere Beispiele finden sich bei Richard A. Werner, z. B. Ben Bernanke.[vi] Auch die in den Banken und Zentralbanken Verantwortlichen geben sich von der Kreditgeldschöpfung nicht immer korrekt Rechenschaft, wie unsere Beispiele zeigen. So sei zum Abschluss dieser Aufzählung Wilhelm Lautenbach zitiert, mit den von Wilhelm Röpke in seinem Geleitwort zum Buch von Wilhelm Lautenbach diesem selbst zugesprochenen Worten:

«Bankiers sind wie Hefebazillen. Wie diese Alkohol fabrizieren, ohne davon zu wissen, so die Bankiers Kredit, ohne sich darüber klar zu sein.»[vii]

Konsequenzen für das Verständnis von TARGET2

Welche Konsequenzen lassen sich ziehen, wenn man das hier ausgeführte Geldverständnis auf die TARGET2-Salden anwendet? Zentralbankgeld ist ebenso wie Giralgeld kreditgeschöpft, hat aber außer über seine Konvertibilität in Bargeld keine Schnittstelle zur Giralgeldwelt, d. h. zur Kreditversorgung der Nichtbanken durch die Geschäftsbanken.

Insofern ist es richtig, wenn Ehnts, Steinhardt und andere darauf hinweisen, dass die Zentralbankgeldvermehrung der EZB durch die QE-Politik gar nicht in der Kreditversorgung der Unternehmen ankommen kann, ja nicht einmal ankommen muss, weil die Geschäftsbanken für die Kreditvergabe nicht darauf angewiesen sind.[viii] Es ist ja auch die Zinswirkung der QE-Politik bei den langfristigen Zinsen, von der die Geldpolitik u. a. eine höhere Kreditaufnahmebereitschaft durch die Wirtschaft erwartet.

Mit der Übereignung von Zentralbankgeld gleichen die Geschäftsbanken ihre Salden im Giralgeldverkehr aus. Eine Geschäftsbank mit einem positiven Saldo verfügt also über ein vergrößertes Zentralbankgeld-Guthaben, also eine vermehrte Forderung gegenüber der Zentralbank.

Hier tut sich dieselbe Gefahr eines Missverständnisses auf: Die Forderung gegenüber der Zentralbank bedeutet nicht, dass die Geschäftsbank etwas einzutreiben hätte. Sie hat vielmehr etwas erhalten – auf der zweiten Ebene im zweistufigen Bankensystem –, um auf der Basisebene dem Kunden etwas gutschreiben zu können. Der entsprechende Zentralbank-Geldbetrag ist nicht die Berechtigung, von der Zentralbank etwas zu fordern, sondern lediglich die bilanzielle Gegenposition auf der Aktivseite zur Sichteinlage des Kunden auf der Passivseite.

Derselbe Zentralbankgeldbetrag würde bei Barabhebung ebenso wie die Sichteinlage des Kunden aus der Bilanz der Geschäftsbank verschwinden. Schließlich handelt es sich bei den Giralgeldflüssen zwischen den Geschäftsbanken, deren Salden auszugleichen sind, um Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs, einer ergebnisneutralen Hauptaufgabe der Geschäftsbanken, die ihnen netto keine vermehrten Forderungen zuwachsen lässt. Sinn und Zweck dieser Forderungen (Aktiva in der Geschäftsbilanz) ist lediglich der Zahlungsverkehr, d. h. die Ermöglichung der Gutschriften auf den Kundenkonten (Passiva in der Bilanz).

Für den Kunden hat die Gutschrift (Forderung gegen die Geschäftsbank) allerdings einen ganz anderen Charakter als die Gutschrift von Zentralbankgeld im Rahmen des Zahlungsverkehrs für die Geschäftsbank. Er kann sie – wie beschrieben – für alle möglichen Zwecke nutzen, wie zuvor der Absender des Giralgeldes seine Forderung gegen seine Geschäftsbank genutzt hat. Im Ergebnis verfügt der Empfänger der Überweisung als Folge der Buchungskette im Zahlungsverkehr über die Geldforderung, die ihm der Überweisende übereignen wollte.

Auf der „dritten“ Ebene nichts Neues

Wenn wir in dem Eurosystem eine Stufe höher steigen, stellen wir fest, dass dort nichts Neues geschieht. Hier wirken die TARGET2-Forderungen und Verbindlichkeiten, als hätten sie die Rolle des Zentralbankgeldes auf der niederen Stufe übernommen – mit der Ausnahme, dass die Bargeldschnittstelle des Zentralbankgeldes fehlt.

Forderungen und Verbindlichkeiten zeigen aber lediglich den länderspezifischen Schöpfungs- und Aufenthaltsort des niederstufigeren Zentralbankgeldes an. In einem einheitlichen Währungssystem mit funktionierendem Zahlungsverkehr gibt es kein Zentralbankgeld mit nationaler Kennzeichnung. Es gilt überall gleich, wie auch ein Euro überall gleich ist – entgegen dem äußeren Anschein, der die Emissionsorte des Bargeldes identifizierbar macht, spielen diese Orte keinerlei Rolle.

Statt Forderungen und Verbindlichkeiten direkt zwischen den nationalen Zentralbanken zu buchen, werden im TARGET2-System zentrale Verrechnungskonten genutzt. Die EZB schöpft selbst kein eigenes Geld, insbesondere keine TARGET2-Forderungen/-Verbindlichkeiten. Die EZB ist im Kreditprozess selbst also nicht praktisch, sondern nur direktiv und regulatorisch tätig[ix].

Es ist deshalb auch unsinnig, auf der dritten Ebene, derjenigen der TARGET2-Salden, überhaupt von Geld zu sprechen. Dort wird keine Geldforderung oder Verbindlichkeit geschaffen – das wäre ein Kreditvorgang –, es wird lediglich auf einem Verrechnungskonto im Zahlungssystem gebucht, das schlicht Auskunft über Herkunfts- und Ziel-Zentralbank von Zentralbankgeld gibt.

Das Eurosystem sieht auch keinen Saldenausgleich vor, wie er zwischen Geschäftsbanken vorgenommen wird – weil zwischen den regionalen Dependancen des Eurosystems nichts auszugleichen ist. Die nationalen Zentralbanken sind eben Vollzugsorgane innerhalb eines einheitlichen Währungsraumes für eine einheitliche Währung. Zentralbanken im Euroraum und EZB sind deshalb auch füreinander weder Schuldner noch Gläubiger, auch wenn die im TARGET2-System benutzten Fachbegriffe dem Anschein nach etwas Anderes nahelegen. Ich halte es deshalb auch nicht für angemessen, von einem dreistufigen System zu sprechen. Das System als Ganzes ist lender of last resort, nicht die EZB oder eine einzelne Zentralbank.

Insofern war es falsch, als ich Weidmann verdächtigte, sein Publikum nicht darüber aufklären zu wollen, dass die EZB unbegrenzt zahlungsfähig ist.[x] Die EZB ist nur ein direktiver Kopf des Zentralbankensystems des Euro mit wenigen operativen Aufgaben im Zahlungsverkehr[xi] und schöpft wie gesagt gar kein Geld. Weidmanns Fehler ist es also genau genommen, die systeminternen Buchungen auf einem Verrechnungskonto so darzustellen, dass sie wie Kreditbeziehungen aussehen.

Welche Optionen bei Austritt eines Landes zum Umgang mit Euro-Zentralbankgeld und seiner Besicherung wahrgenommen werden können, ist ein anderes Thema. Das äußere Bild allerdings, dass das föderale Eurosystem mit seinen rechtlich unabhängigen nationalen Zentralbanken bietet, kann durchaus Missverständnisse oder populistischen Fehlalarm begünstigen. Welchen Eindruck kann es denn sonst hervorrufen, wenn auf der einen Seite durch Staatspapiere besicherte Zentralbankgeldschöpfung den ungehinderten Eurozahlungsverkehr im gesamten Währungsraum gewährleistet und auf der anderen Seite im Rahmen der Outright-Geschäfte des Eurosystems die nationalen Zentralbanken „hypothetische Verluste“ aus dem Ankauf der Anleihen ihrer jeweiligen Staaten und Gebietskörperschaften selber zu tragen hätten.[xii]

Resümee

Wir haben also bei dem Geld zusammengefasst folgende Situation: Es gibt erstens Geldforderungen, die von Wirtschaftssubjekten im Austausch für alle möglichen Zwecke weitergereicht werden können (Giral- oder Bargeld). Zweitens Zentralbankgeld auf Konten der Geschäftsbanken. Ihre vorrangige Funktion besteht darin, Saldenungleichgewichte zwischen den Geschäftsbanken, die aus dem Zahlungsverkehr resultieren, auszugleichen. Für Nichtbanken ist dieses Geld nicht zugänglich, an diese nicht verleihbar und von ihnen nicht nutzbar.

Das im Zahlungsverkehr den Geschäftsbanken zufließende Zentralbankgeld führt bei ihnen zu sogenannten „passiven“ Buchungen, weil nicht auf einen eigenen Zahlungsentschluss seitens der Bank zurückzuführen. Insoweit hat dieses „Geld“ für die Bank statt eines Geldcharakters die Bedeutung einer Information zur Vornahme einer Gutschrift auf einem Kundenkonto.

Wenn die Bank es allerdings selbst für Einkäufe (z. B. von Wertpapieren) bei anderen Inhabern eines Zentralbankkontos nutzen wollte, hätte sie dem Zentralbankgeld in diesem eingeschränkten Kreis im Verein mit der verkaufenden Geschäftsbank Geldcharakter gegeben.

Schließlich gibt es TARGET2-Salden, denen die Geldeigenschaft völlig abzusprechen ist, weil sie von den Beteiligten für nichts genutzt werden können. Sie sind lediglich dem Wort nach „Forderungen“ oder „Verbindlichkeiten“, aber nicht an Dritte weiterreichbar. Die deutsche Zentralbank kann mit diesen Forderungen, so hoch sie auch sein mögen, insbesondere nichts einkaufen.

Als Symptom für etwas Anderes (u. a. Leistungsbilanzungleichgewichte, Probleme im Geschäftsbankensektor) haben die TARGET2-Salden höchste Brisanz, für sich selbst aber nur die Bedeutung von Buchungsgrößen auf einem internen Verrechnungskonto des Eurosystems.

Ein kleines Gedankenexperiment

Ein kleines, was seine tatsächliche Umsetzung betrifft, recht unwahrscheinliches Gedankenexperiment zum Abschluss: Ein positiver TARGET2-Saldo schmilzt, wenn Zentralbankgeld-Ströme im Eurosystem sich landesgrenzenübergreifend umkehren. Dafür könnte die Bundesbank sorgen, wenn sie Staatspapiere anderer Eurostaaten aufkaufte – soweit diese Käufe über Konten im Ausland abgerechnet werden.[xiii]

Für ein solches Programm wäre sie unbegrenzt zahlungsfähig. Sie würde mit Verringerung ihrer TARGET2-Forderungen und Verringerung der TARGET2-Verbindlichkeiten der anderen Länderfilialen des Eurosystems von dort Staatsbonds übernehmen. Am Ende dieses Aktivtauschs in der Bundesbankbilanz wären für sie alle TARGET-Salden verschwunden und sie würde stattdessen fremde Staatspapiere halten.

Das zurzeit laufende QE-Programm ist anders organisiert. In einem fortdauernden Eurosystem, das die Zahlungsfähigkeit der beteiligten Staaten gewährleistet, ist es sogar vollkommen gleichgültig, welche Einzelzentralbank welche Aktiva in ihrer Bilanz hält. Für einen Austritt könnte es aber interessant sein.

Wenn Deutschland austräte, wäre das TARGET2-Problem im Gedankenexperiment gelöst: Die Bundesbank hielte auf Euro denominierte Papiere, die eine fremde, unbegrenzt zahlungsfähige Zentralbank bei Fälligkeit in Euro bedienen könnte. Lediglich Neubewertungsbedarf entstünde, wenn die neue deutsche Währung aufwertet – ein normaler bilanzieller Vorgang für eine Zentralbank bei Änderungen in den Währungsrelationen. Dieses Ergebnis wäre für Deutschland ersichtlich anders – womöglich besser –, als wenn die Bundesbank die derzeitigen TARGET2-Salden aus ihrer Bilanz komplett zu tilgen hätte.

Allerdings wären die sich infolge des Aktivtauschs „Staatspapiere gegen TARGET2-Forderungen“ ergebenden Euro-Positionen in der Bundesbank-Bilanz nur optisch besser und so lange ohne wirkliche Bedeutung, wie Deutschland nicht bereit wäre, negative Leistungsbilanzsalden hinzunehmen, die diese Währungspositionen langsam auflösten.

So gesehen könnte man sogar Zweifel daran haben, dass Deutschland tatsächlich neuen Schaden bei Vollabschreibung zu tragen hätte. Dieser Schaden ist wohl schon längst – für alle Beteiligten – Wirklichkeit geworden oder, besser gesagt, angerichtet worden.

 


Literatur

[i] https://makroskop.eu/2015/03/die-unverstandene-welt-der-banken-teil-2/ und Dirk Ehnts: Geld und Kredit, Marburg 2016, S. 68 ff.

[ii] Deutsche Bundesbank – Schülerbuch Geld und Geldpolitik digital bzw. https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_3.html?notFirst=true&docId=147694#chap

[iii] https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Schule_und_Bildung/Geld_und_Geldpolitik/geld_und_geldpolitik.html

[iv] https://www.youtube.com/watch?v=IyUV0UJNEag&feature=youtu.be, ca. 12. Minute

[v] Mathias Binswanger: Geld aus dem Nichts, Weinheim 2015, S. 26 f.

[vi] Richard A. Werner: Neue Wirtschaftspolitik, München 2007

[vii] Wilhelm Lautenbach: Zins, Kredit und Produktion, Tübingen 1952, S. X

[viii] https://www.kreditopferhilfe.net/docs/S_and_P__Repeat_After_Me_8_14_13.pdf

[ix] Insoweit die EZB doch Wertpapiere auf die eigene Bilanz nimmt und damit zur Geldschöpfung beiträgt, werden diese Schritte über nationale Zentralbanken abgewickelt, wird also Zentralbankgeld im Eurosystem geschöpft. „Eine quantitativ bedeutende Rolle beim Anstieg der TARGET2- Salden kommt der EZB zu, die im Rahmen des APP selbst Wertpapiere ankauft, deren zahlungsseitige Abwicklung aber über Konten bei den nationalen Zentralbanken erfolgt.4) 2016 stieg der Passivsaldo der EZB im TARGET2-System um 68 Mrd €.“ https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2017/2017_03_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile  S. 34

[x] https://makroskop.eu/2017/03/target2-salden-und-ihre-risikobewertung-2/

[xi] Geschäftsbanken können bei der EZB kein Konto haben. „Die Rolle der EZB bei der Kontoführung in TARGET2 beschränkt sich im Wesentlichen auf weitere europaweit tätige Zahlungsverkehrssysteme der Privatwirt- schaft (insbesondere EURO1 und CLS), bei denen sich die Ein- und Auszahlungen jeweils ausgleichen und die deswegen nicht zu TARGET2-Salden bei der EZB führen. Die EZB kann u.a. Konten für andere Zentralbanken, europäische und internationale Organisationen führen, nicht jedoch für Kreditinstitute (Beschluss des EZB-Rats EZB/ 2007/ 7).“ https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2017/2017_03_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile S. 34

[xii] https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Aufgaben/outright_geschaefte.html?notFirst=true&docId=335224#doc335224bodyText4

[xiii] So sieht das auch die Bundesbank: „Umgekehrt verringern Wertpapierankäufe der Bundesbank, die über Konten im Ausland abgerechnet werden, für sich betrachtet den deutschen TARGET2- Saldo.“ https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2017/2017_03_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile

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