Weltwirtschaft | 28.06.2017 (editiert am 03.07.2017)

Adam Smith und der Freihandel

Der Wohlstand der Nationen und Adam Smiths vergessene Argumente gegen „Freihandelsabkommen der neuesten Generation“.

Die Diskussion um die sogenannten Freihandelsabkommen ist in den letzten Monaten etwas abgeflacht und wurde eher als „Protektionismusdebatte“ geführt. Doch nun scheinen sie (medial) so langsam wieder aus der Versenkung zu kommen. Japan (JEFTA), Singapur, Vietnam, Mexiko, die MESOCUR Staaten – die Kommission ist sehr ambitioniert in ihrem Versuch, dem Trumpschen Isolationismus eine entsprechende Antwort entgegenzusetzen.

Selbst TTIP ist noch nicht tot, wie wir vom Präsidenten des obersten deutschen Lobbyverbandes (BDI), Dieter Kempf, im Juni erfahren haben (hier). Wie nicht anders zu erwarten, wird sich die Industrie weiterhin mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass die Gesellschaft ihre eigenen Interessen, denen der Multinationalen Konzerne unterordnen muss.

Die Politik lässt sich dabei gerne vor den Karren der Industrie spannen und argumentiert mit Wachstums- und Beschäftigungsgewinnen, die aber selbst unter den optimistischsten Annahmen verschwindend gering bleiben. Da empirische Nachweise dürftig sind, wird zuweilen mithilfe allseits bekannter Theorien auf die Vorteile solcher Handelsabkommen hingewiesen. So auch durch Gabriel Felbermayr inmitten der TTIP-Debatte in einem Gastbeitrag für DIE ZEIT:

«Noch heute gilt,

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