Finanzsystem | 20.06.2017 (editiert am 22.06.2017)

Ein neues marktbasiertes Finanzsystem?

Das gegenwärtige Finanzsystem ist zweifelsohne reformbedürftig. Welche Charakteristika aber dieses System auszeichnen und welche Reformen daher zielführend sind, wird auf Makroskop kontrovers diskutiert. Gong für die vierte Runde.

Rückblick

Matthias Thiemann hat in einem Beitrag für Makroskop die These vertreten, dass die Kreditvergabe früher überwiegend durch Banken erfolgte, deren Liquiditätsbedarf durch Kredite der Zentralbank befriedigt wurde. Inzwischen dagegen würde die Kreditvergabe weitgehend über sogenannte Schattenbanken erfolgen, die „direkt von der Liquidität der Kapitalmärkte abhängig“ seien.

Der behauptete „Übergang von der bankenbasierten zur marktbasierten Schuldenfinanzierung“ ist nach seiner Meinung für die über die letzten Jahre zu beobachtenden „Boom- und Bust-Zyklen“ verantwortlich. Neben den negativen Wirkungen für die Realwirtschaft, hebt Thiemann insbesondere hervor, dass die „Risiken, die das derzeitige Finanzsystem produziert, in die Bilanzen der Zentralbanken einfließen werden, die entweder steuerfinanzierte Rettungspakete oder langfristig niedrige Zinsen oder beides erforderlich machen“.

Dirk Ehnts hat Thiemann widersprochen: Das neue System sei so neu nicht. Der Eindruck ergebe sich lediglich auf Basis eines unzureichenden Verständnisses moderner Geld-und Finanzsysteme und führe dazu, „dass wir Probleme diskutieren, die keine sind und die wirklich wichtigen politischen Herausforderungen aus den Augen verlieren“.

Marina Hübner und Matthias Thiemann haben in einem weiteren Makroskop-Beitrag diese Kritik mit der Behauptung gekontert, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Sag- und Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume. Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Anmelden