Weltwirtschaft | 28.06.2017 (editiert am 03.07.2017)

Freunde des Freihandels

Eine Informationsveranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft belegt, dass Beamtenapparate inzwischen eine ideologische Agenda verfolgen, die mindestens zwei Drittel der Öffentlichkeit ablehnt.

„Liebe Freundinnen und Freunde des Agrarhandels und des Freihandels“ – wer mit diesen Worten, wie am 23. Juni durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geschehen, eine Veranstaltung eröffnet, lässt keinen Zweifel daran, wo das Ministerium und auch die größte Zahl der Teilnehmer ideologisch stehen.

Bevor es in der Veranstaltung zu aktuellen Themen der internationalen Handelspolitik an die Details ging, wurde das Publikum durch einen Vortrag des Abteilungsleiters, German Jeub, auf Linie gebracht. Jeub „begründete“, warum mehr Agrarexporte notwendig seien. Landwirtschaft sei (immer noch) der Beschäftigungszweig Nummer Eins in der EU, von dem 45 Millionen Menschen leben.

Die ländlichen Räume leeren sich, wenn die Landwirtschaft ihnen keine Perspektive biete. Agrarpolitik diene deshalb auch dazu, zu verhindern, dass in vielen Regionen „das Licht ausgeht“. Europa sei der einzige Kontinent mit abnehmender Bevölkerung, also essen wir in Europa auch weniger, so die Logik, die nur einen Schluss zulassen kann: Wenn man nicht mehr exportieren würde, dann gingen unsere ländlichen Räume unter.

Und Jeub wurde auch konkret: wohin etwa mit der ganzen Milch, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen ganz unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

Testen Sie Makroskop

Anmelden