Ökologie | 08.06.2017 (editiert am 12.06.2017)

Klima: Leugner, Phobiker und Heuchler

Wieder hat die Welt Gelegenheit, sich an Donald Trump abzureagieren. Vergessen wird dabei geflissentlich, dass auch der Rest der Welt keineswegs so eifrig in Sachen Klimawandel ist, wie er gern von sich selbst behauptet.

Er hat es getan. US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass sich die USA aus dem 2015 von fast der gesamten Weltgemeinschaft verabschiedeten Pariser Abkommen zum Klimaschutz zurückziehen werden. Weltweit heulten die professionellen Klimaretter auf und beschimpften ihn als verantwortungslosen Nichtsnutz, der verhindere, dass der Planet gerettet wird.

Doch so einfach ist es leider wieder nicht. Zunächst muss man zur Kenntnis nehmen, dass er sich nicht als Klimaleugner geoutet hat. Er hat nicht bestritten, dass es ein weltweites Klimaproblem gibt oder gar gesagt, dass die Welt so weiter machen könne wie bisher. Er hat sich nur auf die Position zurückgezogen, das derzeitige Abkommen sei „zu teuer“ für die USA, man brauche neue Verhandlungen, man müsse die wirklichen großen „Verschmutzer“ (China und Indien nach seiner Aussage) zur Kasse bitten und die USA könnten keine solchen langfristigen Eingriffe (von außen) in die eigene Wirtschaft mehr erlauben.

Trump hat sich folglich in die Reihe der Klimawandel- oder Umweltschutzphobiker eingereiht, die glauben, dass ein Umstieg auf eine ökologisch verantwortbare Produktionsweise „Jobs koste“ oder Einkommen in Form eines verminderten BIP-Wachstums. [...]

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