Finanzsystem | 16.06.2017 (editiert am 19.06.2017)

Schattenbanken und die Transformation des Finanzsystems

In seiner Replik auf Matthias Thiemanns’ Makroskop-Beitrag zur Rolle der Zentralbanken als Stabilitätsanker des Schattenbankensystems bestreitet Dirk Ehnts das qualitativ Neue an diesen Entwicklungen. Der Versuch einer Synthese.

Die wenigen Insider, welche das Finanzsystem in Gänze verstünden, seien so sehr an den daraus generierbaren Profiten interessiert oder aber so abhängig von dem System, dass man aus deren Reihen niemals eine ernsthafte Kritik an den bestehenden Strukturen zu erwarten habe.

Diese Aussage, welche den Gebrüdern Rothschild zugeschrieben wird, ist heute so aktuell wie vor 150 Jahren. Selbst die globale Finanzkrise hat an diesem Umstand nichts geändert. Grund genug, um über den Finanzmarkt, seine Entwicklungsdynamiken und verteilungspolitischen Effekte kontrovers zu diskutieren. Angeregt durch die Kritik von Dirk Ehnts an Matthias Thiemanns’ Beitrag zur Rolle der Zentralbanken im Schattenbankensystem, soll der vorliegende Beitrag diese Debatte in eine neue Runde führen.

Die primäre Funktion dieses Beitrags ist es, eine Art Synthese zwischen den Texten von Ehnts und Thiemann zu ermöglichen. Diese soll die Basis für künftig konstruktivere Diskussionen zu der Thematik bilden, in der allzu voreilige Schlüsse vermieden werden. Sowohl Thiemann als auch Ehnts verweisen nämlich auf wichtige kritische Aspekte des heutigen Finanzmarktsystems. [...]

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